Hochwasserschutz

In Westendorf wird ein Mammutprojekt zu Ende gebracht

An der Ortsdurchfahrt von Westendorf laufen derzeit die Arbeiten in Sachen Hochwasserschutz an der Gennach. Die Maßnahmen sind Teil eines großen Projekts, das der Zweckverband Hochwasserschutz Gennach-Hühnerbach seit einigen Jahren Stück für Stück umsetzt.

An der Ortsdurchfahrt von Westendorf laufen derzeit die Arbeiten in Sachen Hochwasserschutz an der Gennach. Die Maßnahmen sind Teil eines großen Projekts, das der Zweckverband Hochwasserschutz Gennach-Hühnerbach seit einigen Jahren Stück für Stück umsetzt.

Bild: Mathias Wild

An der Ortsdurchfahrt von Westendorf laufen derzeit die Arbeiten in Sachen Hochwasserschutz an der Gennach. Die Maßnahmen sind Teil eines großen Projekts, das der Zweckverband Hochwasserschutz Gennach-Hühnerbach seit einigen Jahren Stück für Stück umsetzt.

Bild: Mathias Wild

Arbeiten am Hochwasserschutz in Westendorf laufen planmäßig. Der Zweckverband zeigt sich zufrieden mit den umgesetzten Projekten der vergangenen Jahre.
28.07.2020 | Stand: 19:20 Uhr

Die Freude war groß bei Josef Schweinberger, Vorsitzender des Zweckverbands Hochwasserschutz Gennach-Hühnerbach: Die letzte Maßnahme eines großen Projekts entsteht derzeit in Westendorf.

Beim inoffiziellen Spatenstich, der coronabedingt erst jetzt stattfinden konnte, machte er die Wichtigkeit des Hochwasserschutzes deutlich, der bereits vor über 20 Jahren seinen Anfang nahm und seit 2007 durch den Zweckverband Stück für Stück umgesetzt wird. „Das Hochwasser im Jahr 1999 bis zu den Niederschlagsereignissen der vergangenen Jahre sind keine einmaligen Ereignisse“, sagte Schweinberger, „die massiven Niederschläge werden immer wieder kommen und verstärkt eintreten.“

Schadenspotenzial in Westendorf höher als die Baukosten

Umso wichtiger sei ein funktionierender Schutz vor Hochwasser, zumal seit vergangenem Jahr keine Unterstützung bei Schäden mehr gewährleistet ist. „Der Freistaat beteiligt sich nicht mehr an Einzelschäden durch Unwettereinflüsse.“ Und auch wenn die letzte Maßnahme, die derzeit an der Ortsdurchfahrt in Westendorf gebaut wird, etwa 4,5 Millionen Euro kostet, stehe das in keinem Verhältnis zu einem erwartenden Schadenspotenzial. Das liege laut Diplom-Ingenieur Thomas Konter vom Planungsbüro Mooser bei 5,5 Millionen Euro. Gefördert wird das Projekt seitens des Freistaates Bayern mit knapp über drei Millionen Euro.

Auch Regierungspräsident Erwin Lohner zeigte sich glücklich, dass das umfassende Projekt – im Zweckverband sind elf Kommunen vereint – jetzt seinen Abschluss findet. „Es ist der letzte Baustein einer langen Maßnahme“, sagte er. Er erinnerte ebenfalls an das Pfingsthochwasser von 1999, „so kann es nicht weitergehen“, war auch ihm damals klar. Er bezeichnete den Zweckverband als ein Vorzeigeprojekt.

Zweckverband Hochwasserschutz weiterhin für Unterhalt zuständig

Der werde sich nach Beendigung des Hochwasserschutzes nicht auflösen, sondern sei im Anschluss für den Unterhalt zuständig, sagte Schweinberger. Für Westendorfs Bürgermeister Fritz Obermaier ist das „Mammutprojekt eine Operation am offenen Herzen“. Schließlich ist durch die Bauarbeiten die Ortsdurchfahrt gesperrt, die Anlieger haben mit Einschränkungen zu leben. „Vielen Dank für euer Verständnis“, sagte Obermaier. Er lobte das „zukunftssichere Konzept – darauf können wir stolz sein“.

Insgesamt wird auf einer Länge von 950 Metern gebaut, sagte Thomas Konter. Etwa 8000 Kubikmeter Boden werden dabei bewegt. Bis alle Arbeiten abgeschlossen sind, wird es laut Schweinberger noch etwa ein Jahr dauern, es laufe alles planmäßig. Der Vorsitzende sagte: „Wir befinden uns bereits auf der Zielgeraden.“