Klima-Aktionswoche Ostallgäu

"Informationsshow" in Pforzen: Klimaschutz zum Anfassen

Klimaaktionstag Pforzen Zettler

Förster Andreas Zettler (links) erklärt den Besuchern der Aktionswoche in den Wertachauen die neu gepflanzten Sträucher in der Gemeinde.

Bild: Harald Langer

Förster Andreas Zettler (links) erklärt den Besuchern der Aktionswoche in den Wertachauen die neu gepflanzten Sträucher in der Gemeinde.

Bild: Harald Langer

In Pforzen erleben Besucher bei der Klima-Aktionswoche eine "Informationsshow" und diskutieren mit Experten über Gewässerentwicklung und interkommunale Zusammenarbeit.
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Von Klaus Thiel
12.10.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Natur- und Umweltschutz wird in der Gemeinde Pforzen schon lange groß geschrieben. Auch an der Ostallgäuer Klima-Aktionswoche nimmt der Ort mit einem umfangreichen Programm teil. Mithilfe zahlreicher Akteure wurde an den Wertachauen eine "Informationsshow" geboten. Vereine und Organisationen hatten ihre Stände aufgebaut, präsentierten ihre Aktivitäten in Sachen Naturverbundenheit und Umweltschutz und stellten sich den Fragen der zahlreichen Besucherinnen und Besuchern. Repräsentanten der beteiligten Organisationen standen Rede und Antwort, darunter Alexander Hutler, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, Landwirt Markus Holzmann, Marius Kreit vom Sportverein Pforzen, Hubert Göppel vom Arbeitskreis Artenvielfalt und Koordinator vom Obst- und Gartenbauverein sowie Förster Andreas Zettler von der Forstbetriebsgemeinschaft Kaufbeuren.

Blühstreifen und Artenvielfalt im Fokus

Die Experten stellten Blühstreifen und Projekte zum Erhalt der Artenvielfalt und ein von Kreit entwickeltes Umweltkonzept für den Sportverein vor. Franziska Mitzfeld vom AELF nutzte die Veranstaltung, um sich über die örtlichen Verhältnisse zu informieren und Netzwerke zu knüpfen. Ihr Spezialgebiet im Amt ist der Wildtierraum und die daraus entstehenden möglichen Konfliktbereiche mit anderen Nutzern.

Klimaschutz als Teil der Gemeindepolitik

Die Forstwirtschaft, ein Gewässerentwicklungskonzept als ein Projekt der interkommunalen Zusammenarbeit sowie Energiegewinnung sind einige der „Spezialthemen“, die behandelt wurden. Neben dem fast vollzählig erschienenen Gemeinderat diskutierten Bürgermeister Herbert Hofer und dritter Bürgermeister Andreas Schafnitzel mit den Besuchern. Hofer betonte ausdrücklich, dass es nicht nur sein persönliches Bedürfnis sei, Klimawandel und neue Denkweisen zum Schutz von Natur und Umwelt ernst zu nehmen. „Es ist eine der Pflichtaufgaben der politischen Gemeinde, die dem Gemeinwohl zu Gute kommt“, sagte er. Andreas Schafnitzel sieht sich als Bindeglied zwischen Gemeinderat und Bevölkerung in Sachen „grüner Befindlichkeiten“. Beide zeigten sich angetan von der Aktion und sprachen sich für eine Wiederholung unter dem Motto „Wandertag für Schulklassen“ aus.