Reitsport

Jana Reichl aus Kaufbeuren überzeugt bei Sichtungsturnier

Mit ihrem Pony Belagio HS zeigte die Kaufbeurer Reiterin Jana Reichl überzeugende Leistungen beim bayerischen Sichtungsturnier in München-Riem.

Mit ihrem Pony Belagio HS zeigte die Kaufbeurer Reiterin Jana Reichl überzeugende Leistungen beim bayerischen Sichtungsturnier in München-Riem.

Bild: Fotoagentur Herrmann

Mit ihrem Pony Belagio HS zeigte die Kaufbeurer Reiterin Jana Reichl überzeugende Leistungen beim bayerischen Sichtungsturnier in München-Riem.

Bild: Fotoagentur Herrmann

Die 14-jährige Nachwuchsreiterin und ihr Pony zeigen in München gute Leistungen. Was nun in den nächsten Monaten auf Jana Reichl zukommt.
18.02.2021 | Stand: 12:06 Uhr

Die Kaufbeurer Reiterin Jana Reichl knüpfte beim bayerischen Sichtungsturnier in München-Riem nahtlos an ihre guten Leistungen aus dem Vorjahr an. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei der süddeutschen Ponymeisterschaft mit der Mannschaft Bayern 1 in Remlingen beendete Reichl die Saison 2019/2020. Dank der drei Platzierungen aus diesen drei Prüfungen gelang es der Schülerin vom Marien-Gymnasium in Kaufbeuren gelungen, die Saison mit 564 Ranglistenpunkten zu beenden. Für Reichl bedeutet das, dass sie die punktbeste Ponyreiterin des Jahrgangs 2006 in ganz Deutschland war.

Das jüngste Sichtungsturnier zum „Preis der Besten*“ in München-Riem fand unter strengen Hygieneauflagen statt. Dabei nahmen nur Nachwuchsreiter teil, die dem bayerischen Landeskader (LK1 oder LK2) angehören. In zwei Prüfungen präsentierten sich die Talente den Richtern, Landestrainern und der Bayerischen Jugendleitung. Wie immer auf diesem Niveau wurden bei den Ponyreitern die internationalen Dressurprüfungen der Klasse L** (FEI-Mannschaftsaufgabe und FEI-Einzelaufgabe) geritten.

22 Reiterinnen beim bayerischen Sichtungsturnier in München-Riem

Reichl ging als eine von 22 Teilnehmerinnen mit ihrem Pony Belagio HS an den Start. Die 14-jährige vom Ländlichen Reit- und Fahrverein (LRFV) Gennachtal wurde von ihrer 19-jährigen Trainerin Romina Nieberle wieder optimal auf das Turnier vorbereitet.

Ebenfalls am Start war Paulina von Wulffen aus München – die als einzige bayerische Ponyreiterin dem Bundeskader (NK1) angehört – mit ihren beiden Erfolgsponys Top Queen H und Der Kleine Sunnyboy WE. Beide Ponys gewannen mit ihren vorherigen Reitern in der jüngsten Vergangenheit bei den Europameisterschaften Goldmedaillen für Deutschland.

Reichl ging mit ihrem zehnjährigen Wallach als siebte Starterin in die erste Prüfung und lieferte eine couragierte Vorstellung ab. Das Podest verpassten die beiden um 1,5 Punkte oder umgerechnet 0,128 Prozent nur knapp. Die Plätze eins und zwei gingen– wie fast nicht anders zu erwarten war – an Paulina von Wulffen.

Am zweiten Turniertag ging Reichl als letzte Starterin in das Prüfungsviereck. Obwohl Belagio deutlich angespannter wirkte als am Vortag, stellte die junge Kaufbeurerin ihre Nervenstärke unter Beweis stellen und überzeugte das Richterkollegium mit einer reiterlich starken Leistung.

Jana Reichl aus Kaufbeuren knackt erstmals die 70-Prozent-Marke

Durch ihre persönlichen Bestleistung von 869,5 Punkten (70,691 Prozent) knackte die 14-Jährige nicht nur das erste Mal die 70-Prozent-Marke überhaupt, sondern schoben sich am zweiten Pony von Paulina von Wulffen vorbei auf den zweiten Platz in dieser Prüfung. Im Gesamtklassement belegte Reichl damit hinter den beiden Ponys ihrer Münchner Konkurrentin den dritten Platz.

Als zweitbeste Ponyreiterin der bayerischen Sichtung verdiente sich Reichl anschließend die Nominierung durch die Bayerische Landesjugendleitung zur nächsten Etappe auf dem Weg zum „Preis der Besten“ in Warendorf. Vom 19. März bis 21. März geht es für die Kaufbeurerin und Belagio zum Sichtungslehrgang nach Balingen in Baden-Württemberg. Unter den Augen der Bundestrainerin (Nachwuchstrainerin Ponyreiter) Carolina Roost kämpfen die beiden um die Startgenehmigung für das Süddeutsche Sichtungsturnier in Kronberg (Hessen) im April.

"Preis der Besten": Die besten Nachwuchsreiter Deutschlands messen sich in Warendorf

Im Mai trifft sich die Elite der jungen Pferdesportler der Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit in Warendorf zum „Preis der Besten“. Die neben den Deutschen Jugendmeisterschaften bedeutendste Nachwuchsveranstaltung in Deutschland bietet den Bundestrainern einen ersten Überblick über den aktuellen Leistungsstand im Hinblick auf die bevorstehende Saison und die Europameisterschaften. 2020 hätte der „Preis der Besten“ vom 22. bis 24. Mai stattfinden sollen. Aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus wurde das Turnier jedoch abgesagt.