Gespräche zwischen Eigentümer und Stadt

Nach Großbrand in Kaufbeuren: "Hasenfärbe" soll wieder aufgebaut weden

Den Brandschutt in und um die "Hasenfärbe" beseitigen derzeit die Mitarbeiter einer Spezialfirma. In den nächsten Tagen soll ein Gerüst um das Gebäude errichtet und die Decke gegen Feuchtigkeit abgedichtet werden.

Den Brandschutt in und um die "Hasenfärbe" beseitigen derzeit die Mitarbeiter einer Spezialfirma. In den nächsten Tagen soll ein Gerüst um das Gebäude errichtet und die Decke gegen Feuchtigkeit abgedichtet werden.

Bild: Mathias Wild

Den Brandschutt in und um die "Hasenfärbe" beseitigen derzeit die Mitarbeiter einer Spezialfirma. In den nächsten Tagen soll ein Gerüst um das Gebäude errichtet und die Decke gegen Feuchtigkeit abgedichtet werden.

Bild: Mathias Wild

Was nach der Feuerkatastrophe mit dem Färberhaus passiert, beschäftigt die Kaufbeurer sehr. OB Stefan Bosse hat sich jetzt mit den Eigentümern unterhalten.
03.02.2021 | Stand: 18:49 Uhr

Was geschieht mit der Ruine der „Hasenfärbe“? Diese Frage beschäftigt derzeit viele Kaufbeurer – beantwortet werden kann sie nach wie vor nicht. Ein erstes Gespräch führten Oberbürgermeister Stefan Bosse und die Eigentümer des durch den Brand weitgehend zerstörten Hauses am Dienstag. Der charakteristische hohe Dachstuhl, der das über 250 Jahre alte Färberhaus zum Blickfang und zu einem prägendenden Teil des Stadtbilds machte, wurde komplett vom Feuer zerstört. Weil die verkohlten Balken einzustürzen drohten, wurden sie noch in der Brandnacht kontrolliert abgebrochen.

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Charakteristischen Dachstuhl möglichst wieder aufbauen

Wie sich in dem Gespräch im Kaufbeurer Rathaus herausstellte, sei es das bevorzugte Ziel der Eigentümer, den Dachstuhl in seiner ursprünglichen Form wieder zu aufzubauen. Hierbei gebe es jedoch laut Stadtverwaltung zum jetzigen Zeitpunkt noch „zahlreiche Unwägbarkeiten“.

Stadt sagt Unterstützung zu

Der OB begrüßte diese Überlegungen und sagte eine Unterstützung der Stadt Kaufbeuren für diesen Fall zu. Denkbar seien sowohl Zuschüsse für die Untersuchung denkmalgeschützter Substanz wie auch Zuschüsse für den denkmalpflegerischen Mehraufwand bei einem Wiederaufbau. Bosse und die Hauseigentümer wollen dazu in Kontakt zu bleiben.

Brandgeruch und Schutt sollen verschwinden

Derweil dauern die Aufräum- und Ermittlungsarbeiten an. Mit der Beseitigung des Brandschutts und der Reinigung der verbliebenen Räume ist derzeit eine Spezialfirma beschäftigt. Anschließend soll in den nächsten Tagen ein Gerüst um das Gebäude errichtet und die Decke gegen Feuchtigkeit abgedichtet werden. „Erstmal muss aufgeräumt und der Brandgeruch, der in der ganzen Gegend um das Gebäude wahrnehmbar ist, beseitigt werden“, sagt Baureferent Helge Carl. Dazu müsse vor allem die verkohlten Teile abtransportiert werden.

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Viele offene Fragen

Da das Gebäude rechtlich den Status eines Baudenkmals besitzt, sehe das Gesetz zwar „grundsätzlich“ eine Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes vor. Ob und wie diese ausgeführt wird, muss mit etlichen Beteiligten geklärt werden – ein Prozess, der laut Carl sehr lange dauern kann. Die fachlich maßgebliche Stelle ist das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege.

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