Kaufbeuren/Ravensburg

Kaufbeuren lässt ihn nicht los

Eishockey Justin Volek wagte im Sommer den Schritt ins Profi-Eishockey und wechselte nach Ravensburg. Seine Bilanz fällt durchwachsen aus
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Von Manuel Weis
07.11.2019 | Stand: 17:25 Uhr

Mit 82 Punkten aus 40 Spielen, also etwas mehr als zwei pro Match, war der heute 17-jährige Justin Volek in der zurückliegenden Saison der absolute Top-Scorer im U 20-Team des ESV Kaufbeuren. Der Linksschütze entschied sich aber dann im Sommer gegen eine weitere Saison im Kaufbeurer Nachwuchs und dazu, den Schritt ins Profi-Eishockey bei der ersten Mannschaft der Ravensburg Towerstars zu wagen.

Nicht wenige sagten damals wie heute, Volek sei bei dieser Entscheidung schlecht beraten gewesen. Beim Vorjahresmeister der DEL 2 kam der eigentlich kreative Stürmer hauptsächlich in der defensiver spielenden vierten Angriffsreihe zum Einsatz und bis dato auch nur auf einen Assist. Volek selbst spricht von einer durchwachsenen Saison „mit Höhen und Tiefen“, gibt sich offiziell aber unter dem Strich zufrieden. „Für meine erste Profisaison ist es bis jetzt ganz okay gelaufen“, erklärt der 17-Jährige.

Das Eishockey im Profibereich sei für einen jungen Spieler ziemlich hart, weil es ein „körperlich präsenteres Spiel“ erfordere. „Das Spiel ist viel schneller und auch taktisch versierter“, sagt Justin Volek, der bedauert, dass er zur Zeit von einer nicht näher benannten Verletzung ausgebremst werde. Das führt auch dazu, dass ein anderer Youngster sich in Ravensburg ins Rampenlicht spielt. Voleks Stelle hat der 20 Jahre alte Boaz Bassen eingenommen, eine Schwenninger Leihgabe. Er absolvierte drei Spiele weniger als der jüngere Volek und erzielte dabei zwei Assists. Kontakte nach Kaufbeuren würden seitens Volek noch bestehen.

Als die Towerstars – mit dem verletzten Volek – kürzlich in der Kaufbeurer Arena gastierten, sei bei dem 17-Jährigen schon Wehmut aufgekommen. „Ich habe noch viel Kontakt nach Kaufbeuren. Ich schreibe und telefoniere oft mit Kumpels und ehemaligen Spielern.“ Es sei während des Ravensburg-Spiels „schön gewesen“, dass er sich viel habe unterhalten können, auch mit Jogi Koch, dem ESVK-Nachwuchsverantwortlichen, bei dem Volek früher wohnte. „Die Joker verfolge ich sehr, da schaue ich immer, wie sie gespielt haben. Und das DNL-Team natürlich auch, da fiebere ich sogar am Liveticker mit“, erzählt Volek.

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