Filmprojekt

Kaufbeurer Schauspieler ehren eine Heldin zum 100. Geburtstag

Professionell wurde der filmische Beitrag zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl im Theater Schauburg in Kaufbeuren produziert. Macher Sebastian Stöcker (rechts) übernahm die Rolle des Hans Scholl.

Professionell wurde der filmische Beitrag zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl im Theater Schauburg in Kaufbeuren produziert. Macher Sebastian Stöcker (rechts) übernahm die Rolle des Hans Scholl.

Bild: Harald Langer

Professionell wurde der filmische Beitrag zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl im Theater Schauburg in Kaufbeuren produziert. Macher Sebastian Stöcker (rechts) übernahm die Rolle des Hans Scholl.

Bild: Harald Langer

Sebastian Stöcker dreht Kurzfilm über die Widerstandskämpferin Sophie Scholl. Warum der frühere Kulturwerkstatt-Mime ins Theater Schauburg zurückgekehrt ist.
02.05.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Am Sonntag, 9. Mai, jährt sich der Geburtstag von Sophie Scholl zum 100. Mal. Schon viele Kunstschaffende haben sich mit dem Leben und der Hinrichtung der berühmten Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime auseinandergesetzt. Auch die Kulturwerkstatt Kaufbeuren brachte 2019 das Stück „Die Weiße Rose“, eine Bühnenbearbeitung des Stoffs von Petra Wüllenweber zur Aufführung. Sophies Bruder Hans Scholl spielte damals Sebastian Stöcker. Im Zuge eines Praktikums beim Medienzentrum München holte Stöcker nun einen Teil des Ensembles von damals wieder zusammen, um im Theater Schauburg einen Kurzfilm zu dieser Thematik zu drehen.

Frühere Kollegen aktiviert

„Ich fand das Stück damals sehr bereichernd“, berichtet der 24-jährige Student, der viele Jahre beim Kaufbeurer Kinder- und Jugendtheater aktiv war. Als vom Medienzentrum München dann der 100. Geburtstag Sophie Scholls in den Mittelpunkt einer umfangreichen Projektreihe gestellt wurde, erinnerte er sich an das Kulturwerkstatt-Stück und aktivierte sieben frühere Schauspielerkollegen. Stöcker schrieb kurze, eindringliche Statements der Figuren aus dem Kreis der „Weißen Rose“ und ihres Umfelds. Nach einem genauen, coronagerechten Zeitplan kamen die Mitwirkenden dann ins Theater Schauburg und wurden dort professionell bei ihren Kurzauftritten gefilmt.

Mini-Movie

Aus den Episoden wird dann ein drei bis fünf Minuten langes „Mini-Movie“, wie es der Macher bezeichnet. Ihm sei es darum gegangen, den Werdegang Sophie Scholls und ihrer Mitstreiter kompakt und doch auch mit einigen vielleicht weniger bekannten Aspekten darzustellen. Auch wollte er das Geschehen in den historischen Kontext einbetten, etwa durch die Verwendung entsprechender Kostüme. „Ich bin ziemlich zufrieden“, resümierte Stöcker nach Beendigung der Dreharbeiten.

Das Ergebnis wird in den Tagen rund um den 9. Mai in den sozialen Netzwerken sowie auf der Internetseite der Kulturwerkstatt abrufbar sein www.kulturwerkstatt.eu

Lesen Sie auch: Zahnarzt aus Kaufbeuren hilft Flüchtlingen auf der Insel Lesbos

Lesen Sie auch
##alternative##
100. Geburtstag

Instagram-Serie "@ichbinsophiescholl" - Was würde Sophie Scholl posten?