Corona-Einschränkungen

Kaufbeurer Sportvereine müssen flexibel bleiben

Beim Boxclub Kaufbeuren wird derzeit fleißig trainiert. Wettkämpfe sind bis auf wenige Ausnahmen aber auch bei den Boxern nicht möglich. Ganz anders sieht es zum Beispiel bei den Kampfsportlern des TV Neugablonz aus, die derzeit nicht trainieren.

Beim Boxclub Kaufbeuren wird derzeit fleißig trainiert. Wettkämpfe sind bis auf wenige Ausnahmen aber auch bei den Boxern nicht möglich. Ganz anders sieht es zum Beispiel bei den Kampfsportlern des TV Neugablonz aus, die derzeit nicht trainieren.

Bild: Mathias Wild

Beim Boxclub Kaufbeuren wird derzeit fleißig trainiert. Wettkämpfe sind bis auf wenige Ausnahmen aber auch bei den Boxern nicht möglich. Ganz anders sieht es zum Beispiel bei den Kampfsportlern des TV Neugablonz aus, die derzeit nicht trainieren.

Bild: Mathias Wild

Viele Sportler können derzeit trainieren. Was Wettkämpfe betrifft, gibt es nicht für alle eine Perspektive. Wie die Sportvereine mit der Situation umgehen.

06.09.2020 | Stand: 06:45 Uhr

Eine gewisse Flexibilität; die ist derzeit bei vielen Kaufbeurer und Neugablonzer Vereinen nötig. Ganz normaler Spielbetrieb oder selbst ein regulärer Trainingsbetrieb ist oftmals nicht möglich.

 

  • Handball Trainiert wird bei den Handballern der SG Kaufbeuren/Neugablonz. Angepeilter Saisonstart aller Mannschaften ist Samstag, 3. Oktober. Ob es wirklich dabei bleibt, soll sich laut Abteilungsleiter Werner Schenk am 18. September entscheiden. Weiterhin auch möglich ist, dass die Saison lediglich im Frühjahr und dann mit einer Einfachrunde gespielt wird. Trainiert wird derweil schon seit Juni. „Es läuft soweit gut“, berichtet Schenk. Die Bezirksoberliga-Handballer der SG absolvieren in Kürze erste Trainingsspiele, auch die Frauen sind mitten in der Vorbereitung und planen zudem ein Trainingslager. Die erste Mannschaft hat sich mit zwei Spielern verstärkt: Christoph Dreher kommt aus Biessenhofen, Armed Fetahu von der Bezirksoberliga-Mannschaft aus Schwabmünchen. „Wir haben einen ziemlich starken Kader“, meint Schenk.
  • Kampfsport Von geordneten Trainingsbedingungen kann Jürgen Lindner, der Leiter der Kampfsportabteilung des TV Neugablonz, derzeit nur träumen. Ein Konzept für einen Trainingsbetrieb in der Halle liegt weiterhin nicht vor, immerhin aber werde an diesem schon fleißig gearbeitet. Auch für die Möglichkeiten, wieder in der Halle an der Stifter-Schule zu trainieren, liegt nach Angaben von Lindner noch kein grünes Licht vor. Entsprechend sind zunächst bei den Kampfsportlern auch keine Wettkämpfe geplant.
  • Boxen Da ist Roman Slobodyanikov schon ein kleines Stück weiter. In seinem Gym trainieren die Kämpfer des Boxclub Kaufbeuren schon seit einigen Wochen wieder. „Das läuft alles relativ normal ab“, berichtet er. Während bei den Boxern also Trainingseinheiten erlaubt sind, sind Wettkämpfe bis auf wenige Ausnahmen nicht möglich. Eine davon ist ein für Mitte September angesetztes deutsch-internationales Turnier, an dem Oleg Fertich für den Kaufbeurer Boxclub teilnehmen wird. Großer Wermutstropfen: Wenn die Fäuste im Ring fliegen, müssen die Zuschauer und somit auch die Eltern der Sportler draußen bleiben. Nur ein ganz kleiner Betreuerkreis ist zu den Veranstaltungen zugelassen.
  • Faustball Im Spielbetrieb sind die Faustballer des TV Neugablonz. Die erste Mannschaft spielt dort inzwischen in Turnierform „in einer Runde ohne Effekt“, wie es Abteilungsleiter Michael Böhm nennt. Auf- und Abstieg wurden vom Verband ausgesetzt, immerhin sind Spiele aber möglich. Am 12. September wird in Neugablonz ein solches ausgetragen. Die Frauenmannschaft hat derweil auf eine Teilnahme verzichtet, weil die Spieltagsterminierung ungünstig gewesen sei – auch hier gibt es aber keinen Abstieg. Bezüglich der anstehenden Winterrunde gebe es laut Böhm keinen endgültigen Stand, weshalb „wir unter Einhaltung der Hygiene-Regeln mit den Kindern und Jugendlichen trainieren“.
  • Gymnastik Rund 430 Mitglieder umfasst die Gymnastikabteilung des TV Kaufbeuren. Jana Wintergerst und Birgit Sieber wollten eigentlich ab Mitte September wieder Kurse anbieten. Man hofft auf Räumlichkeiten in der Judo-Halle am Jakob-Brucker-Gymnasium. Eine Trainerin bietet seit April zweimal in der Woche in ihrer Gruppe Online-Training an. „Das wurde sehr gut angenommen“, sagen die beiden. Der Line-Dance-Gruppe sei ebenfalls ein Online-Workshop angeboten worden, die Tanzgruppe Gentrix hat ein Corona-Video gedreht, das auf Youtube zu sehen ist.