Neustart

Kaufbeurer Stadtmuseum bietet wieder Führungen an

Wegen der Corona-Beschränkungen soll im Sommer der idyllische Innenhof verstärkt für Veranstaltungen des Kaufbeurer Stadtmuseums genutzt werden.

Wegen der Corona-Beschränkungen soll im Sommer der idyllische Innenhof verstärkt für Veranstaltungen des Kaufbeurer Stadtmuseums genutzt werden.

Bild: Zooey Braun

Wegen der Corona-Beschränkungen soll im Sommer der idyllische Innenhof verstärkt für Veranstaltungen des Kaufbeurer Stadtmuseums genutzt werden.

Bild: Zooey Braun

Zur aktuellen Ausstellung ist  eine Podiumsdiskussion geplant, die auch im Internet abgerufen werden kann.
20.06.2020 | Stand: 07:00 Uhr

Nach der Corona-Pause nimmt das Stadtmuseum Kaufbeuren ab Sonntag, 28. Juni, den Führungsbetrieb wieder auf. Unter Berücksichtigung der Hygieneregeln gibt es begleitete Rundgänge durch die Sonderausstellung „Kaufbeuren unterm Hakenkreuz. Eine Stadt geht auf Spurensuche“, die bis 23. August verlängert wurde. Für Schüler ab der achten Klasse ist außerdem der Eintritt für die Sonderschau frei.

Um eine zu enge Gruppierung um die Ausstellungsstücke zu vermeiden, ist die Zahl der Teilnehmer bei den Führungen begrenzt. Zunächst erhalten die Besucher bei einem bebilderten Kurzvortrags einen Einblick in die Ausstellungsthematik. Im Anschluss können sie die Exponate selbstständig betrachten, während die Ausstellungsbegleiterinnen für Fragen zur Verfügung stehen. Diese Führungen finden an den fünf Sonntagen zwischen dem 28. Juni und dem 23. August jeweils um 10 Uhr statt.

Freier Eintritt für Schüler

Da die zahlreichen bis zum Schuljahresende gebuchten Führungen für Schulklassen wegen der Corona-Einschränkungen nicht stattfinden können, möchte das Stadtmuseum Kaufbeurer Jugendlichen ab der achten Klasse den individuellen Zugang zur Sonderausstellung bei freiem Eintritt ermöglichen. „So können sich die Schüler auf eigene Faust auf Spurensuche begeben und erfahren, wie der Nationalsozialismus ihre Heimatstadt im ,Dritten Reich’ verändert hat“, sagt Museumsleiterin Petra Weber.

Für den Sommer plant das Stadtmuseum auch die Wiederaufnahme museumspädagogischer Workshops und Familienführungen. Hierfür soll vor allem auch der idyllische Innenhof der Einrichtung genutzt werden. An den Donnerstagen in den Sommerferien sind dort jeweils von 10 bis 12 Uhr Kreativ-Workshops rund um Schrift und Papier - allerdings nur bei trockenem Wetter. Voraussichtlich ab Herbst dieses Jahres werden auch die ausgefallenen Führungen über den Fliegerhorst Kaufbeuren im Zusammenhang mit der Sonderausstellung nachgeholt. Die konkreten Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Podiumsdiskussion im Internet

Am Sonntag, 19. Juli, soll dann eine erste Bilanz des Ausstellungsprojektes gezogen werden. Bei einer Podiumsdiskussion mit dem wissenschaftlichen Beirat des Museums soll es darum gehen, wie die bisherigen Erkenntnisse und die neu hinzugewonnenen Exponate zur NS-Zeit in Kaufbeuren für die Neugestaltung des entsprechenden Bereiches der Dauerausstellung genutzt werden können. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Haus St. Martin. Ob und wie viele Zuhörer dabei zugelassen werden können, ist noch offen. Auf jeden Fall werde die Diskussion gefilmt und anschließend im Internet abrufbar sein, berichtet Weber. Das Thema „Kaufbeuren unterm Hakenkreuz“ solle auch nach dem Ende der Sonderschau mit mehreren Veranstaltungen des Museums im Herbst weiter behandelt werden.

Anmeldung notwendig

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Wegen der beschränkten Teilnehmerzahlen ist für alle Veranstaltungen des Stadtmuseums eine vorherige Anmeldung zwingend erforderlich unter Telefon 08341/9668390 oder per E-Mail an: stadtmuseum@kaufbeuren.de