Innenstadt in Kaufbeuren

So wollen die Betreiber den Kaufbeurer Wochenmarkt bekannter machen

Auf dem Wochenmarkt in Kaufbeuren herrscht ein buntes Treiben. Vor allem mit den farbigen Fähnchen der Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren. Zukünftig soll der Markt auch online beworben werden.

Auf dem Wochenmarkt in Kaufbeuren herrscht ein buntes Treiben. Vor allem mit den farbigen Fähnchen der Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren. Zukünftig soll der Markt auch online beworben werden.

Bild: Mathias Wild

Auf dem Wochenmarkt in Kaufbeuren herrscht ein buntes Treiben. Vor allem mit den farbigen Fähnchen der Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren. Zukünftig soll der Markt auch online beworben werden.

Bild: Mathias Wild

Die Deutsche Marktgilde leitet die beiden Kaufbeurer Märkte seit März. Über Social Media und mit einer Website will sie nun auch jüngere Menschen ansprechen.
16.09.2021 | Stand: 05:00 Uhr

Oft blicken Wochenmärkte auf eine lange Tradition zurück, aber haben mit Digitalisierung wenig am Hut. Doch der neue Betreiber des Kaufbeurer sowie des Neugablonzer Wochenmarktes – die Deutsche Marktgilde – ändern. Die wöchentlichen Veranstaltungen sollen übers Internet bekannter werden.

„Unser Fokus liegt derzeit auf der Bewerbung der beiden Markttage in den sozialen Medien“, sagt Eva-Maria Kamrad, die für die Kaufbeurer Märkte verantwortlich ist. Sie arbeitet sie mit der städtischen Tourist Information zusammen, die die Inhalte über die Kanäle der Stadt streut. „Wir liefern das Material und sie bespielen die Seiten“, erzählt Kamrad. So laufe es auf den beiden Plattformen Facebook und Instagram.

Eigene Website bis Jahresende geplant

Um die Bekanntheit im Netz zu steigern, soll es bis zum Jahresende auch eine eigene Webseite für die Kaufbeurer Märkte geben, auf der sich Händler vorstellen und Interessierte über Aktuelles informieren können.

Die Aufmerksamkeit in den sozialen Medien erachtet Kamrad als eine der wichtigsten Stellschrauben für die weitere Entwicklung. Denn die Gilde wolle vor allen Dingen die „Attraktivität beim jüngeren Publikum“ steigern und die Regionalität der verschiedenen Produkte weiter hervorheben. (Stimmen der Besucher zum Wochenmarkt)

Bargeldlos zahlen ist vielerorts schon möglich

Um bargeldlose Zahlungen zu ermöglichen, sei die Gilde bereits auf die Händler zugegangen – und viele hätten das Angebot angenommen. Doch diese Entscheidung liege bei jedem Händler persönlich, erklärt Kamrad.

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Neben der höheren Bekanntheit ist auch das Angebot ein wichtiger Punkt. Die Gilde sieht die Märkte in Kaufbeuren und Neugablonz aber breit aufgestellt: „Der Wochenmarkt wird gut angenommen und ist meist gut besucht.“ Es sei aber noch Potenzial da. „Wir suchen nach Händlern, die das bestehende Angebot sinnvoll ergänzen“ erklärt Kamrad. Seit die Marktgilde Betreiber ist, sind bereits drei neue Stände dazugekommen. (Kaufbeurer Wochenmarkt: Total überholt oder ein historisches Schmuckstück? Ein Kommentar)

Bereits drei neue Stände hinzugekommen

Da ist zum einen die „Gschmackeria“, die individuelle Müsli-Kreationen verkauft. Zum anderen bietet das Kaufbeurer Café „Dahoam“ in seinem Foodtruck wechselnde Gerichte an, und mit Vittorio Spalino ist ein neuer Händler für italienische Spezialitäten an Bord.

Doch auch wenn Organisation und Veranstaltung der Märkte in der Hand der Genossenschaft liegen, würden grundlegende Entscheidungen weiterhin von der Stadt getroffen, schreibt die Kommune in einer Pressemitteilung. Dafür sei die Marktgilde in ständigem Austausch mit dem Rathaus und hält sie über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden, sagt Kamrad. Außerdem ist einmal im Jahr ein runder Tisch geplant. Der solle zum ersten Mal gegen Ende des Jahres tagen.

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