Mauerstetten

Künstlerort Mauerstetten

Im „Kunst- und Künstlerort Mauerstetten“ begrüßte Rolf Munz die Besucher der inzwischen schon traditionellen Ausstellung der örtlichen Kunstschaffenden in der Hörmannschule. Und in der Tat ist es erstaunlich, wie viele Hobby- und Amateurkünstler in der Gemeinde tätig sind und ihre Werke der Öffentlichkeit präsentierten. Der Aula der Schule jedenfalls war prall gefüllt mit Malerei, Skulptur, Fotografie und auch einem kunstgeschichtlichen Exkurs.

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Von maf
22.01.2020 | Stand: 17:11 Uhr

Dr. Dieter Doschek, der die Schau zusammen Munz organisiert hatte, war eher zufällig auf den den in Westendorf geborenen Kirchen- und Landschaftsmaler Martin Kees (1878 bis 1969) gestoßen, dessen Vater aus Mauerstetten stammt. Doschek und Munz recherchierten nicht nur den Lebenslauf des Künstlers, der später in Oberstdorf heimisch wurde. Sie beschafften auch vier Gemälde aus Familienbesitz, die den eher konventionellen Stil von Kees, aber auch sein durchaus großes handwerkliches Können in der Ausstellung vor Augen führten.

Zumeist vom Experimentieren und Suchen zeugten dagegen die vielen ausgestellten Werke von Kees’ zeitgenössischen Mauerstettener Kollegen. Selbst eine arrivierte Künstlerin wie Rosi Boenisch hört nicht mit dem Ausprobieren auf und präsentierte „Odi, das Fossil“, eine plastische Arbeit mit einem gefundenen Feldstein im Zentrum – der Pforzener „Udo“ lässt grüßen. Von Anfang an dabei ist auch Brigitte Rössler, die unverkennbar von Peter Krusches Kunst inspirierte Bilder und Skulpturen von Häusern ausstellte. Jüngste im Bunde war diesmal die Kunststudentin Julia Heidrich, die in jeder Beziehung junge, grafisch inspirierte und symbolisch aufgeladene Aktdarstellungen zeigte. Ute Lutzenbergers Bilder zeugen von ihrer Begeisterung für die Natur und den Phantastischen Realismus. Gunter König huldigt dagegen dem Impressionismus.

Erinnert wurde bei der Schau an den im vergangenen Jahr verstorbenen Peter Kuhn, der zu den Gründervätern der Mauerstettener Kunstausstellung gezählt hat.

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