Generalsanierung

"L-Bau" des BKH Kaufbeuren soll moderner und schöner werden

Das Wirtschaftshochhaus des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren wird saniert. In den oberen Stockwerken entstehen Wohnungen für Mitarbeiter.

Das Wirtschaftshochhaus des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren wird saniert. In den oberen Stockwerken entstehen Wohnungen für Mitarbeiter.

Bild: Mathias Wild

Das Wirtschaftshochhaus des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren wird saniert. In den oberen Stockwerken entstehen Wohnungen für Mitarbeiter.

Bild: Mathias Wild

Das charakteristische Hochhaus auf dem Klinik-Gelände ist in die Jahre gekommen und wird umfassend modernisiert. Wie die Pläne des Verwaltungsrats aussehen.
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Von Redaktion Kaufbeuren
15.04.2021 | Stand: 12:05 Uhr

Der Verwaltungsrat der Bezirkskliniken Schwaben unter Leitung von Bezirkstagspräsident Martin Sailer hat beschlossen, das Wirtschaftshochhaus des Bezirkskrankenhauses (BKH) Kaufbeuren zu sanieren. Parallel dazu sollen in den oberen beiden Etagen des sechsstöckigen Gebäudes insgesamt vierzehn Appartements für Mitarbeiter entstehen. „Aktuell sind wir in den letzten Zügen, einen Architekten zu beauftragen. Das Projekt musste europaweit ausgeschrieben werden“, teilt Wolfgang Siebenhütter, Leiter des Service-Centers Bau der Bezirkskliniken, mit. Der Bauherr rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von etwa 4,5 Millionen Euro.

Höchstes Gebäude auf dem Gelände

Das Wirtschaftshochhaus – im BKH auch „L-Bau“ genannt – ist das höchste Gebäude auf dem Gelände. „Selbst der Neubau der Forensischen Klinik nebenan hat nur fünf Stockwerke“, sagt Regionalleiter Claus Thoma. In dem Hochhaus sind neben dem Historischen Archiv auch die Wäscherei, Teile des Kasinos, der Speisenversorgung, im Erdgeschoss das Lager/Magazin und im Keller unter anderem ein Maschinenraum, die Be- und Entlüftung sowie die Elektroverteilung untergebracht.

Aus den 1960er-Jahren

Das Gebäude, das aus den 1960er-Jahren stammt, ist mit seiner derzeitigen Fassade jedoch optisch wie technisch in die Jahre gekommen. Da bereits Elemente abgebrochen und herabgefallen sind, wurde zur Sicherheit vor einigen Jahren ein Bauzaun vor dem Gebäude aufgestellt. Fachplaner kamen zum Ergebnis, „dass der Ausbau des fünften und sechsten Obergeschosses einschließlich dem Einbau von Fotovoltaikelementen in Dach und Fassaden für uns unter wirtschaftlichen, zukunftsorientierten und nachhaltigen Gesichtspunkten die beste Möglichkeit darstellt“. Das sieht der Verwaltungsrat des Gesundheitsunternehmens auch so. Die zwischenzeitliche Idee, die beiden oberen, derzeit leer stehenden Stockwerke, abzutragen, statt sie aufwendig zu sanieren, wurde verworfen.

Früher Wohnungen im fünften und sechsten Stock

Interessanterweise, so Regionalleiter Thoma, wurden die Räume im fünften und sechsten Stock in früherer Zeit schon mal als Wohnungen genutzt. Dabei zeigt er in einem leeren Raum auf eine Wand, deren Tapete an ehemalige DDR-Zeiten erinnert. „Hier muss alles kernsaniert werden: Fenster, Leitungen und sanitäre Anlagen“, stellt Thoma fest.

Kosten auf 4,5 Millionen Euro geschätzt

Die Bezirkskliniken wollen bei dem Millionenprojekt auf den Süd-, Ost- und Westseiten des Wirtschaftshochhauses zwischen den Fensterbünden und auf dem Dach jeweils Fotovoltaikelemente installieren. Damit soll nachhaltig Energie erzeugt werden. Die erneuerungsbedürftige Außenhaut des Gebäudes in Stahlbetonbauweise soll eine Metallfassade werden. Bestandteile des Vorhabens sind auch eine statische Sanierung sowie der Einbau eines Aufzugs. „Die Beauftragung des Architekten soll noch im April abgeschlossen werden. Dann wird ein Planungsteam mit Fachplanern zusammengestellt“, sagt Siebenhütter. Die nächste Phase sieht einen Entwurfsplan, eine Kostenberechnung und einen Bauzeitenplan vor.

14 neue Appartments für Beschäftigte

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Ziel der Fassadensanierung ist neben den wirtschaftlichen Punkten und Umweltaspekten auch eine gefälligere Gestaltung – damit sich der L-Bau besser in den Gesamtkomplex des weitläufigen Klinikareals einfügt. „Entscheidend ist jedoch, dass wir mit vierzehn neuen Appartements dringend benötigten, attraktiven Wohnraum für unsere Beschäftigten zur Verfügung stellen können“, sagt Thoma, der Mitglied der örtlichen Krankenhausleitung ist.