Kaufbeuren

Lesen in Zeiten der Digitalisierung

Auftaktveranstaltung Lehrer und Besucher informieren sich über das Projekt „Mentor – die Leselernhelfer“
Von az
28.04.2019 | Stand: 15:45 Uhr

Zur Auftaktveranstaltung des Projektes „Mentor – die Leselernhelfer im Generationenhaus“ kamen 40 Gäste in den Pfarrsaal St. Peter und Paul. Darunter waren viele Vertreter der Kaufbeurer Grundschulen (Konradin-Schule, Beethoven-Schule, Gustav-Leutelt-Schule, Gesamtschule Hirschzell), sowie eine Vertreterin aus Oberbeuren. Das Projekt will mit ehrenamtlichen Mitarbeitern (Mentoren) Schulkindern helfen, ihre Lesekompetenz zu verbessern.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Generationenhauses, Angelika Lausser, hielt Huguette Morin-Hauser, die stellvertretende Vorsitzende des „Mentor“-Bundesverbandes einen Vortrag mit Zahlen zur Lesekompetenz. „Stiftung Lesen berichtet, dass jeder fünfte Junge und jedes siebte Mädchen mit 15 Jahren Probleme beim Lesen und Schreiben hat“, sagte Morin-Hauser. In Zeiten der Digitalisierung spiele die Lesekompetenz eine sehr große Rolle. „Wer nicht lesen kann, hat auch hier keinen Zugang.“

Der Bundesverband unterstützt die Mentoren-Gruppen auch bei regelmäßigen Fort- und Weiterbildungen. In Kaufbeuren, dem jüngsten und Mentor-Verband hat Gerda Gradl die örtliche Projektleitung übernommen. Zum Abschluss der Auftaktveranstaltung machte Peter Prange, Autor zahlreicher historischer Romane, Anmerkungen zum Thema „Lesen“, die vielen Besuchern ein Schmunzeln entlockten. „Peter Prange hat mir durch seine bildliche Ausdrucksweise sehr gut gefallen“, meinte ein Besucher. „Ich dachte, dass die Zeiten ohne Bücher vorbei sind und musste durch den Vortrag feststellen, dass es schlimmer wird.“ Auch einige Mentoren, die nach den Osterfeien bereits an vier Kaufbeurer Schulen mit dem „Mentor“-Programm starten, nahmen an der Auftaktveranstaltung teil.