Neues Feuerwehrgerätehaus

Mauerstettener Gemeinderäte behalten Kosten fest im Blick

Am Kreisverkehr an der Kaufbeurer Straße in Mauerstetten entsteht ein neues Feuerwehrgerätehaus. Der Gemeinderat hat dafür nun weitere Aufträge vergeben.

Am Kreisverkehr an der Kaufbeurer Straße in Mauerstetten entsteht ein neues Feuerwehrgerätehaus. Der Gemeinderat hat dafür nun weitere Aufträge vergeben.

Bild: Harald Langer (Archiv)

Am Kreisverkehr an der Kaufbeurer Straße in Mauerstetten entsteht ein neues Feuerwehrgerätehaus. Der Gemeinderat hat dafür nun weitere Aufträge vergeben.

Bild: Harald Langer (Archiv)

Klare Entscheidung für einfache Fassadengestaltung bei Großprojekt in Mauerstetten. Warum die Trägerschaft beim Kindergarten Regenbogen wechselt.
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Von Klaus D. Treude
19.07.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Einmal mehr stand der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses auf der Tagesordnung des Mauerstettener Gemeinderats. Bei der jüngsten Sitzung befasste sich das Gremium mit der Fassadengestaltung der Fahrzeughalle. Diese war schon einmal diskutiert worden, eine Entscheidung gab es jedoch noch nicht. Einige aktive Feuerwehrleute, allen voran Kommandant Günter Ziegler, verfolgten interessiert die Beratungen.

Raffiniertere Gestaltung verzehnfacht Kosten

Architekt Edgar Kneer, den Bürgermeister Armin Holderried zur Sitzung eingeladen hatte, erläuterte drei Varianten, die die Grundversion, eine einfarbige Putzfassade, optisch aufwerten würden. Alle Varianten – eine Putzfassade mit Farbgestaltung, eine Verkleidung mit Presskunststoff- oder Metallplatten sowie eine Holzfassade – kosten mehr Geld, teilweise sogar deutlich mehr. Während die Grundausführung mit knapp 11 000 Euro zu Buche schlagen würde, wären es für die teuerste Variante in Presskunststoff oder Metall mehr als zehnmal so viel. So zeichnete sich bei der Aussprache recht schnell eine Mehrheit für eine „angereicherte“ Grundausführung ab, also Putz in mehreren Farben, aber keine aufwendige Farbgestaltung. Letztere würde nämlich immer noch das Vierfache der Basisausführung kosten. Kneer wird nun gemeinsam mit dem Bauteam der Feuerwehr mehrere Ausführungsvarianten erarbeiten, über die der Gemeinderat demnächst entscheidet. Dieses Vorgehen wurde vom Gremium bei einer Gegenstimme beschlossen.

Vergaben liegen preislich unter den Planungen

Ohne Gegenstimmen passierten zwei Auftragsvergaben für den Bau des Feuerwehrhauses den Rat. Die Fenster wird eine Mindelheimer Firma liefern und montieren, die Trockenbauarbeiten übernimmt ein Unternehmen aus Landsberg. Während die Kosten für die Fenster mit 55 000 Euro ziemlich genau den geplanten Ausgaben dafür entsprechen, liegen die Kosten für den Trockenbau 7000 Euro darunter. Insgesamt, freute sich Bürgermeister Holderried, liege die Gemeinde bei allen bisherigen Vergaben für das künftige Feuerwehrhaus rund drei Prozent unter dem Voranschlag. Der Wiederaufbau des „Keltenturms“ am Reutwald-Erlebnispfad geht in eine neue Runde. Manfred Höbel schlug vor, Werner Höbels Anregung aus der vorigen Sitzung zu folgen und sich um eine günstige und dennoch vorschriftsmäßige Lösung unter Einbeziehung ehrenamtlicher Mitarbeiter zu bemühen. Der Gemeinderat zeigte sich offen für einen eventuellen neuen Beschluss.

Bürgermeister überbringt traurige Nachricht

Eine traurige Nachricht verkündete Holderried am Ende der Sitzung: Irene Beer-Fichtel, die Vorsitzende des Kindergartenvereins Regenbogen, ist gestorben. Der Bürgermeister bat die Anwesenden um eine Gedenkminute für die Verstorbene, die sich über viele Jahre hinweg engagiert für den Kindergarten eingesetzt habe. Aus gesundheitlichen Gründen habe sie dies zuletzt nicht mehr leisten können. Inzwischen seien die Mitarbeiterinnen der Einrichtung darüber informiert worden, dass ab 1. September die Trägerschaft für den Kindergarten von dem privaten Verein auf die katholische Kirchenstiftung St. Vitus übergehen wird. Die immer komplexeren Regelungen beim Betrieb einer solchen Kindertageseinrichtung seien von einem privaten Verein kaum noch zu erfüllen, sagte Holderried. In sehr konstruktiven Gesprächen seien sich nun allen Beteiligten über die zukünftige Trägerschaft und die Zusammenarbeit einig geworden.