Meinung

Mehr Vielfalt in die Kaufbeurer Altstadt

Das Modeangebot in Kaufbeuren ist noch immer ausgeprägt - wenn die Corona-Pandemie den Handel nicht lahmlegt.

Das Modeangebot in Kaufbeuren ist noch immer ausgeprägt - wenn die Corona-Pandemie den Handel nicht lahmlegt.

Bild: Mathias Wild

Das Modeangebot in Kaufbeuren ist noch immer ausgeprägt - wenn die Corona-Pandemie den Handel nicht lahmlegt.

Bild: Mathias Wild

Die vielen Modegeschäfte mit großer Gesamtverkaufsfläche waren immer ein guter Grund für Auswärtige, in Kaufbeuren einzukaufen. Nun zeigt das aktuelle Einzelhandelsgutachten: Das Angebot geht zurück. Es gilt, mit Vielfalt gegenzusteuern.
24.02.2021 | Stand: 11:19 Uhr

Es gab Zeiten, da blickte man im Kaufbeurer Rathaus stolz auf die große Zahl von Modegeschäften, auf eine Gesamtverkaufsfläche für Bekleidung, die sich mit Kempten messen konnte. Denn mit so einem Pfund steigert eine Stadt ihre Anziehungskraft für Kunden aus dem Umland. Kaufkraft, die für Kaufbeuren überlebenswichtig ist. Und heute: Erweist es sich als Bumerang, dass vor allem in der Innenstadt mehr Modegeschäfte auf großer Fläche eröffneten. Manche galten als Anker auf der so wichtigen Altstadt-Achse zwischen Norden und Süden. C&A zog weiter ins Zentrum. Adler hat es jenseits der Ludwigstraße nicht lange ausgehalten. K&L Ruppert – ein Ende mit Schrecken. Und auch Vögele im Norden musste die Segel streichen.

Alle müssten an einem Strang ziehen

Zur strukturellen Krise bei einigen Modeanbietern kommt nun noch der Corona-Lockdown. Der Bekleidungsanteil sinkt. Damit sehen die Gutachter der Stadt in ihrem Einzelhandelskonzept zurecht mit Sorge einer Entwicklung entgegen, die dem ohnehin geschwächten Innenstadthandel weiter zusetzt. Eine Lösung könnte sein, aus großen Verkaufsflächen viele kleine mit mehr Vielfalt zu machen. Dafür müssten aber alle Akteure an einem Strang ziehen: Stadt, Vermieter, der Markt und die Kunden. Leider ein fast unmögliches Unterfangen.