Biessenhofen

Milchwirtschaft: Streik bei Nestlé Biessenhofen

Am Donnerstag blieben viele Mitarbeiter von Nestlé in Biessenhofen vor dem Werkstor stehen, um ihrer Forderung nach mehr Lohn Nachdruck zu verleihen.

Am Donnerstag blieben viele Mitarbeiter von Nestlé in Biessenhofen vor dem Werkstor stehen, um ihrer Forderung nach mehr Lohn Nachdruck zu verleihen.

Bild: Büro Fersch

Am Donnerstag blieben viele Mitarbeiter von Nestlé in Biessenhofen vor dem Werkstor stehen, um ihrer Forderung nach mehr Lohn Nachdruck zu verleihen.

Bild: Büro Fersch

Gewerkschaft  fordert für ihre Mitglieder deutlich mehr Lohn. Unterstützung durch die Linken-Abgeordnete Susanne Ferschl.
02.11.2020 | Stand: 19:42 Uhr

Biessenhofen Die Beschäftigten in der bayerischen Milchwirtschaft beteiligten sich am Donnerstag auch bei der Firma Nestlé an den von der Gewerkschaft NGG ausgerufenen Warnstreiks. „Das Angebot der Arbeitgeber um eine 1,5-prozentige Erhöhung ist ein Armutszeugnis und keine Verhandlungsgrundlage“, kommentierte Susanne Ferschl, Allgäuer Bundestagsabgeordnete der Linken und ehemals langjährige Betriebsratsvorsitzende von Nestlé in Biessenhofen, den dortigen Warnstreik. „In der bayerischen Milchindustrie arbeiten fast 20 000 Menschen, die gemeinsam einen Rekordumsatz von 11,7 Milliarden Euro im Jahr 2019 erwirtschaftet haben,“ sagte Ferschl bei einem Solidaritätsbesuch.

Auch 2020 werde sich trotz Corona nicht viel daran ändern. „Dafür sind auch die Beschäftigten verantwortlich, die in den letzten Monaten dafür gesorgt haben, dass die Regale im Supermarkt gefüllt sind“, betonte Ferschl. Die geforderten sechs Prozent der Gewerkschaft NGG, mindestens aber 190 Euro mehr, seien mehr als verdient und wären eine Anerkennung, die die „systemrelevanten Beschäftigten“ verdienen, sagte die Linken-Abgeordnete mit Blick auf den nächsten Verhandlungstermin am 8. Oktober. (az)