Verkehr im Ostallgäu

Nach über zehn Wochen Bauzeit: Kreuzung in Pforzen erneuert

Mitte Mai starteten die Bauarbeiten an der Kreuzung in der Ortsmitte Pforzens – dieses Foto ist Anfang Juni entstanden.

Mitte Mai starteten die Bauarbeiten an der Kreuzung in der Ortsmitte Pforzens – dieses Foto ist Anfang Juni entstanden.

Bild: Harald Langer

Mitte Mai starteten die Bauarbeiten an der Kreuzung in der Ortsmitte Pforzens – dieses Foto ist Anfang Juni entstanden.

Bild: Harald Langer

Die Kreuzung in der Pforzener Ortsmitte soll jetzt sicherer und übersichtlicher sein. Was das Projekt gekostet hat.

27.08.2020 | Stand: 20:01 Uhr

Manch ein Autofahrer wird sich wohl über die große Baustelle mitten in Pforzen geärgert haben. Die sei aber absolut notwendig gewesen, betonten Bürgermeister Herbert Hofer und Landrätin Maria Rita Zinnecker bei einem Treffen am Mittwochvormittag. Los gingen die Arbeiten Mitte Mai, Ende Juli rollten die Baumaschinen dann wieder davon. Mit einer Ampelanlage soll die Kreuzung nun sicherer und übersichtlicher sein, zudem wurde sie barrierefrei umgebaut.

„Der Verkehr ist eines der Hauptthemen in unserer Gemeinde“, sagte Hofer. Insbesondere da Pforzen ein Knotenpunkt im nördlichen Ostallgäu sei. An der Kreuzung in der Ortsmitte treffen die Kreisstraßen OAL 6 und OAL 13 sowie die Kaufbeurer Straße aufeinander. Von den insgesamt 332000 Euro übernimmt der Landkreis den größten Teil der Baukosten, nämlich 147000 Euro. 42000 Euro muss die Gemeinde Pforzen zahlen, der Freistaat Bayern kommt schließlich für die restlichen 143000 Euro auf. Eine Förderung, über die sich Zinnecker sichtlich freute. „Vieles könnten wir sonst gar nicht machen.“

Kreisverkehr oder Ampel?

Schon seit vielen Jahren habe sich die Gemeinde überlegt, wie man die Kreuzung sicherer gestalten könnte, schilderte Hofer. Nicht nur für die Autofahrer sei es dort unübersichtlich gewesen, auch für Radfahrer und Fußgänger – zu denen auch viele Kinder gehören, die Grundschule und der Kindergarten St. Valentin liegen nur ein paar Meter entfernt. Zur Debatte standen ein Kreisverkehr oder eine Lichtanlage, schließlich habe sich die Gemeinde für die Ampel entschieden.

Drei Bauabschnitte

Die Federführung für das Projekt übernahm der Landkreis. „Wir mussten jeden Ast separat sperren, um den Verkehr laufen zu lassen“, erklärte Thomas Kolbinger vom Tiefbauamt. Daher gab es drei Abschnitte. Im ersten wurde die Kaufbeurer Straße Richtung Leinau umgebaut, im zweiten war die Kreuzung dann komplett gesperrt und im dritten durften die Autofahrer nicht den Weg über die Kreisstraße OAL 13 Richtung Zellerberg nehmen. Die Gemeinde nutzte die Bauphase zudem, um Kanäle zu sanieren.

Zufrieden mit dem Ergebnis zeigten sich am Mittwoch sowohl Zinnecker als auch Hofer und einige Gemeinderäte. „Wenn Udo jetzt hier wäre, könnte er sicher über die Straße gehen“, sagte Zinnecker scherzend. Damit spielte die Landrätin auf den aufrecht gehenden Menschenaffen an, dessen Überreste Forscher in der Hammerschmiede gefunden hatten, einer Tongrube am Ortsrand von Pforzen.