Volleyball SV Mauerstetten

Nach zwei Stunden in den fünften Satz - Marathonmatch für den SVM

Ein Punkt geholt: Der SVM mit (von links) Nadine Birk, Lara Schmid, Marina Zabel und Rückkehrerin Mona Gärtner hielt gegen Eichenau lange mit.

Ein Punkt geholt: Der SVM mit (von links) Nadine Birk, Lara Schmid, Marina Zabel und Rückkehrerin Mona Gärtner hielt gegen Eichenau lange mit.

Bild: Mathias Wild

Ein Punkt geholt: Der SVM mit (von links) Nadine Birk, Lara Schmid, Marina Zabel und Rückkehrerin Mona Gärtner hielt gegen Eichenau lange mit.

Bild: Mathias Wild

Gegen den favorisierten Eichenauer SV verliert der SV Mauerstetten dramatisch in fünf knappen Sätzen 2:3 – holt aber immerhin einen Punkt.
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Von Max Merkel
15.02.2022 | Stand: 05:15 Uhr

Ein insgesamt hervorragendes und ausgeglichenes Volleyballspiel in der Bayernliga sahen die rund 120 Zuschauer, die trotz strahlendem Sonnenschein den Weg in die Dreifachturnhalle in Mauerstetten fanden. Die Frauen des SV Mauerstetten zeigten gegen den Eichenauer SV ein couragiertes Spiel, holten sich einen weiteren Punkt und verloren erst im fünften Satz recht unglücklich und denkbar knapp mit 2:3 (22:25, 25:12, 25:22, 22:25 und 11:15).

Blendend zusammengehalten

Die Spielerinnen waren sich nach der Partie einig: „Zum Schluss war einfach die Puste aus. Aber wir haben als Mannschaft blendend zusammengehalten, waren stark im Block und bei der Blocksicherung. Wir haben uns diesen Punkt gemeinsam erkämpft.“ Zunächst aber fanden die Schützlinge von Trainer Toni Födisch nicht so richtig ins Spiel und zeigten ein nervöses, zerfahrenes Volleyball. Sie liefen dabei stets einem Zwei-Punkte-Rückstand hinterher, blieben aber mit überlegt geschlagenen Bällen von Lea Gärtner, Lisa Rizzoli und Eva Kleiner dran. Nach dem 9:9 ging es spannend weiter. Marina Zabel und Alissa Birk sorgten mit platzierten Angriffsschlägen für die 19:17-Führung und Rückkehrerin Mona Gärtner schmetterte einen „Aufsteiger“ knallhart auf den Boden zum 22:20. Doch die großgewachsenen und schlagkräftigen Spielerinnen des ESV gaben nicht auf und setzten die Abwehr des SVM unter der guten Libera Nadine Birk unter Druck. So gaben die Einheimischen den ersten Satz mit 22:25 ab.

Toni Födisch nimmt erfolgreich Auszeit

Den zweiten Abschnitt begann der SVM fulminant und führte schnell mit 6:0. Dann schlich sich der Schlendrian ein und der ESV kam heran. Doch in langen, umkämpften Ballwechseln zog der SVM unaufhörlich davon und kam mit einem deutlichen 25:12 zum 1:1-Ausgleich. Im dritten Satz sah sich der SVM zu Beginn mit 0:4 hinten. Trainer Födisch brauchte jetzt eine Auszeit, um seine Spielerinnen in die Spur zu bringen. In vielen umkämpften Bällen holte der SVM auf. Lara Schmid und Ina Wahmhoff zeigten, dass sie sich blind verstehen und holten so Punkte. Eva Kleiner wirbelte erfolgreich am Netz und Alissa Birk glänzte nach längerer krankheitsbedingter Pause wieder mit starken Angriffsschlägen. Zudem gewann der SVM einige Blockduelle gegen den ESV. Marina Zabel stellte dann den 25:22-Satz-Gewinn mit zwei knallharten Schmetterbällen sicher.

Der dritte enge Satz

Hart umkämpft war auch der vierte Satz. Die kampf- und schlagstarken Gäste aus Oberbayern hielten das Spiel bis zum 7:7 offen, doch dann ging Mauerstetten – auch von den Fans getrieben – 19:12 in Front. Doch die routinierten Spielerinnen des ESV kämpften verbissen und die Zuspielerin starteten eine lange Aufschlagserie zur 21:19-Führung. Schließlich nutzte der Gegner seine Überlegenheit am Netz zum 25:22.

Die Luft war draußen

Nach exakt zwei Stunden anstrengender Spielzeit mussten also beide Mannschaften in den fünften Satz. Das junge Team des SVM zeigte couragiertes Volleyball und kämpfte aufopferungsvoll. Ina Wahmhoff erzielte aus dem Rückraum mit zwei guten Angriffsbällen das 5:3, aber irgendwie war die Luft raus beim SVM. So landete ein Ball nach langem, gutem Schlagabtausch zum 5:6 im Netz. Nach dem letzten Seitenwechsel blieb der SVM bis zum 8:9 dran. Aber dann setzte sich die größere Routine und körperliche Überlegenheit des ESV durch, der mit 15:11 den Satz und mit 3:2 das Spiel gewann.

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Die Spielerinnen des SVM aber zeigten sich zufrieden: „Wir haben alles versucht. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, auch wenn es am Ende nicht ganz gereicht hat. Wir sind richtig stolz auf uns alle und als Team gut zusammengewachsen.“

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