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NS-Krankenmorde

Kaufbeuren erinnert an das Datum, als das Grauen endete

136 Rosen am Mahnmal auf dem Gelände des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren erinnerten bei der Gedenkveranstaltung an die letzten Opfer der Krankenmorde in der Anstalt, die noch nach Kriegsende umgebracht wurden.

136 Rosen am Mahnmal auf dem Gelände des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren erinnerten bei der Gedenkveranstaltung an die letzten Opfer der Krankenmorde in der Anstalt, die noch nach Kriegsende umgebracht wurden.

Bild: Mathias Wild

136 Rosen am Mahnmal auf dem Gelände des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren erinnerten bei der Gedenkveranstaltung an die letzten Opfer der Krankenmorde in der Anstalt, die noch nach Kriegsende umgebracht wurden.

Bild: Mathias Wild

Das Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren begeht einen neuen Gedenktag und rückt das Geschehen rund um den 2. Juli 1945 in den Fokus. Eine Frage bleibt offen.
02.07.2021 | Stand: 19:11 Uhr

136 weiße Rosen standen am Freitag in einer Vase vor dem Gedenkstein an der Klinikkirche St. Thomas des Bezirkskrankenhauses (BKH) Kaufbeuren. Eine Blume für jeden Patienten, der in der Anstalt zwischen 27. April und 2. Juli 1945 umgebracht wurde. Das erste Datum steht für die Übergabe Kaufbeurens an die US-Truppen, das zweite für den Tag, an dem erstmals amerikanische Soldaten die Heil- und Pflegeanstalt am Stadtrand betraten und dem systematischen Morden dort ein Ende bereiteten – erst 66 Tage nach dem Einmarsch in der Wertachstadt und 55 Tage nach Kriegsende. Erstmals wurde nun der 2. Juli als neuer fester Gedenktag für die Opfer des NS-„Euthanasie“-Programms am Kaufbeurer BKH begangen.

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