Bildung

Neues Unterrichtskonzept an der Landwirtschaftsschule in Kaufbeuren: Theorie und Praxis kompakt verknüpft

Landwirtschaftsschule

Unterricht in der Natur, statt im Klassenzimmer: Unser Bild zeigt die Studierenden auf dem Betrieb von Christoph Seitz in einem Versuchsfeld mit Zwischenfrüchten südlich von Germaringen, wo Michael Kistler (links) die Vor- und Nachteile der verschiedenen Pflanzen erklärt.

Bild: Franz Kustermann

Unterricht in der Natur, statt im Klassenzimmer: Unser Bild zeigt die Studierenden auf dem Betrieb von Christoph Seitz in einem Versuchsfeld mit Zwischenfrüchten südlich von Germaringen, wo Michael Kistler (links) die Vor- und Nachteile der verschiedenen Pflanzen erklärt.

Bild: Franz Kustermann

Die Landwirtschaftsschule in Kaufbeuren stellt den Unterricht auf ganzjährig und in Vollzeit um. Das sind die Vorteile des Pilotprojektes.
31.10.2021 | Stand: 08:32 Uhr

Kompakt und schneller, statt stückchenweise und lang: Auf Initiative des bayerischen Landwirtschaftsministeriums geht die Landwirtschaftsschule in Kaufbeuren als einzige Bildungseinrichtung ihrer Art in Bayern nun neue Wege. Der bisher auf zwei Winter- und ein Sommersemester aufgeteilte Studiengang wird im Zuge eines Schulversuchs auf eine Ganzjahres-Vollzeitschule umgestellt.

Neues Unterrichtskonzept soll kompakter und praxisnah

Abgesehen von den Ferienzeiten seien die Studierenden damit durchgehend von September bis Juli an der Schule und hätten damit die Möglichkeit, kurzfristig und praxisorientiert auch häufiger mal in die Natur zu gehen, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule. Damit sei es den Teilnehmern möglich, das „Wachsen und Werden“, also die aktuelle Entwicklung auf Acker und Grünland aktuell mitzuerleben. So sei vorgesehen, auf Praxisflächen mit den Betriebsleitern die Führungen zu optimieren. Laut Amtschef Dr. Paul Dosch ist das Ziel, dass die Studierenden die Schule in zehn Monaten ohne Unterbrechung zum staatlich geprüften Wirtschafter für Landbau kompakter und praxisorientierter absolvieren.

In acht Modulen können die Absolventen damit im anschließenden Jahr den Meister absolvieren oder auch auf die Höhere Landbauschule (Triesdorf, Almesbach oder Rottalmünster) wechseln. Vergleichbar mit der Technikerschule haben die Studierenden die Möglichkeit, innerhalb von zwei Jahren die Abschlüsse Wirtschafter für Landbau und Agrarbetriebswirt zu erreichen. Derzeit besuchen zwölf Studierende das erste Semester in Kaufbeuren. Inhaltlich gibt es nun mehr Produktionstechnik in den Fächern Tierhaltung und Pflanzenbau, in denen im Sommer Theorie und Praxis leichter miteinander verknüpft werden können.

Informationsabend am 16. November

Das Pilotprojekt wird im nächsten Schuljahr 2022/2023 wieder an der Landwirtschaftsschule Kaufbeuren angeboten. Dazu findet am Dienstag, 16. November, um 20 Uhr ein Informationsabend am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kaufbeuren (Am Grünen Zentrum 1) statt.

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