Fußball

Ostallgäuer Schiris sind noch in der Warteschleife

Ohne Schiedsrichter funktioniert Fußball nicht. Auch die Unparteiischen der Gruppe Ostallgäu sehnen den erneuten Re-Start herbei.

Ohne Schiedsrichter funktioniert Fußball nicht. Auch die Unparteiischen der Gruppe Ostallgäu sehnen den erneuten Re-Start herbei.

Bild: Dirk Klos (Symbolfoto)

Ohne Schiedsrichter funktioniert Fußball nicht. Auch die Unparteiischen der Gruppe Ostallgäu sehnen den erneuten Re-Start herbei.

Bild: Dirk Klos (Symbolfoto)

Die Unparteiischen aus Kaufbeuren und dem Ostallgäu sehnen den erneuten Re-Start herbei. Im letzten Jahr stießen 19 Neulinge dazu.
21.02.2021 | Stand: 08:20 Uhr

Der Lockdown wird verlängert und noch einmal verlängert, die Corona-Zwangspause für die Amateurfußballer dauert nun schon seit Herbst des vergangenen Jahres an. Die Schiedsrichter in Kaufbeuren und dem Ostallgäu geben die Hoffnung aber nicht auf, dass sie bald wieder auf die Sportplätze in der Region zurückdürfen.

Ingo Weber, Obmann der Schiedsrichtergruppe Ostallgäu denkt mit etwas Wehmut an den Februar 2020 zurück. „Da hatten wir unseren letzten Präsenzlehrgang“, sagt Weber. Kurz darauf wurde die Fußball-Saison unterbrochen, dem Re-Start der Spielzeit 2019/2021 im vergangenen Herbst folgte der erneute Lockdown.

19 Neulinge bei der Schiedsrichtergruppe Ostallgäu

Trotz der langen Unterbrechungen stießen im vergangenen Jahr 19 Neulinge zur Ostallgäuer Schiedsrichtergruppe. Neben den Teilnehmern des letzten Präsenzlehrgangs sind auch Unparteiische darunter, die an den Online-Lehrgängen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) teilgenommen haben. „Zusätzlich hatten wir 2020 noch einen gemeinsamen Online-Schiedsrichterlehrgang mit der Gruppe Kempten/Oberallgäu“, sagt Weber.

Der Obmann freut sich über die neuen Unparteiischen, die sich trotz Lockdown und Unterbrechung für den „Dienst an der Pfeife“ interessieren. „Die neuen Schiris müssen natürlich erst noch integriert werden. Dazu fehlen uns aber momentan die Spiele“, sagt Weber. Er habe festgestellt, dass einige Menschen auf der Suche nach einer Freizeitbeschäftigung bei den Online-Lehrgängen gelandet sind. Das freut Weber, der auch vom Konzept der BFV-Lehrgänge überzeugt ist. „Der Verband leistet da richtig gute Arbeit“, sagt der Schiedsrichterobmann.

Online-Lehrgänge des Bayerischen Fußball-Verbandes

Während der Schiedsrichter-Nachwuchs das Handwerk an den Bildschirmen lernt, sorgt sich Weber etwas um die einsetzbaren Unparteiischen, wenn es wieder weitergeht. „Wir warten sehnsüchtig auf die Fortsetzung der Saison, da geht es uns nicht anders als den Fußball-Vereinen“, sagt Weber. „Allerdings bin ich gespannt, ob wir durch die lange Pause Schiedsrichter verlieren.“

Wenn einmal der gewohnte Rhythmus unterbrochen sei, könne es einigen durchaus schwerfallen, wieder Spiele in den Amateurklassen zu leiten. „Die Prioritäten verschieben sich eben manchmal – und das Hobby spielt dann nicht mehr die Rolle wie früher“, befürchtet Weber.

Ostallgäuer Unparteiische freuen sich, wenn der Ball wieder rollt

Vor dem Re-Start traf sich die Schiedsrichtergruppe Ostallgäu im vergangenen August unter Einhaltung der damals gültigen Abstandsregeln in Pforzen. Auf größere Videokonferenzen verzichten die Schiris in den vergangenen Wochen. „Es gab ja keine Neuigkeiten. Und wenn dich so eine Online-Veranstaltung nicht abholt, nehmen beim nächsten Mal weniger daran teil“, sagt Weber.

An Weihnachten gab es Briefe an die Schiedsrichter und ihre Familien – verbunden mit der Hoffnung, sich bald wieder bei regelmäßigen Treffen und auf den Fußballplätzen der Region zu sehen. „Momentan müssen wir eben noch abwarten. Sobald es aber wieder losgeht, geben wir Gas“, sagt Weber.