Ernährung

Ostallgäuer Seniorenheime sollen mehr bio und regional kochen

Wie regional erzeugte und biologische Lebensmittel in den Küchen der Seniorenheime des Landkreises Ostallgäu eingesetzt werden können, darum geht es bei einem Projekt mit Spitzenkoch Alfred Fahr.

Wie regional erzeugte und biologische Lebensmittel in den Küchen der Seniorenheime des Landkreises Ostallgäu eingesetzt werden können, darum geht es bei einem Projekt mit Spitzenkoch Alfred Fahr.

Bild: Daniel Delang/Landkreis Ostallgäu

Wie regional erzeugte und biologische Lebensmittel in den Küchen der Seniorenheime des Landkreises Ostallgäu eingesetzt werden können, darum geht es bei einem Projekt mit Spitzenkoch Alfred Fahr.

Bild: Daniel Delang/Landkreis Ostallgäu

Spitzenkoch Alfred Fahr berät Küchenchefs von Senioreneinrichtungen des Landkreises, wie sie von der Öko-Modellregion Ostallgäu profitieren können.
Wie regional erzeugte und biologische Lebensmittel in den Küchen der Seniorenheime des Landkreises Ostallgäu eingesetzt werden können, darum geht es bei einem Projekt mit Spitzenkoch Alfred Fahr.
Von Redaktion Kaufbeuren
15.11.2020 | Stand: 06:30 Uhr

„Bei uns sind sogar die Dozenten regional“, freut sich Alexandra Hiebl vom Fachzentrum für Ernährung und Gemeinschaftsverpflegung. Gemeinsam mit den Öko-Modellregionen Ostallgäu und Günztal hatte sie zum Auftakt des Bio-Regio Coachings nach Kaufbeuren eingeladen. Ihr war es gelungen, den international tätigen Bio-Spitzenkoch Alfred Fahr für die Schulung zu gewinnen. Fahr ist gebürtiger Frankenhofener und ließ sich vor einigen Jahren wieder im Ostallgäu nieder.

Konkrete Konzepte zur Umstellung

Beim ersten Treffen ging es darum, den Leitern der Senioren- und Pflegeheime des Landkreises Ostallgäu in Buchloe, Waal und Obergünzburg die grundsätzlichen Vorteile und Möglichkeiten des Einsatzes von regionalen Bio-Produkten in Großküchen aufzuzeigen. Im nächsten Schritt geht Fahr direkt in die Großküchen der Einrichtungen und erarbeitet mit den Küchenchefs vor Ort konkrete Konzepte zur Umstellung.

Initiative kam von Kreistags-Ausschuss

Anlass des Coachings war der vom Ausschuss für Kreisentwicklung und Umwelt gefasste Beschluss, künftig mehr biologische und/oder regionale Produkte in landkreiseigenen Einrichtungen einzusetzen. Ziel ist es, biologische Produkte aus der Region nachhaltig zu fördern und Nachfrage zu generieren. „Hier müssen alle Beteiligten zusammenarbeiten – Erzeuger und Kunden. So können wir Bio-Produkte in unserer Region produzieren, die auch Abnehmer haben“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Für sie ist das ein weiterer Schritt, um das vom Bayerischen Kabinett beschlossene Ziel mit dem Titel Bio-Regio 2030 zu verwirklichen. Bio-Regio 2030 bedeutet, dass in zehn Jahren 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Bayern ökologisch bewirtschaftet werden sollen. Was die Region hier schon alles zu bieten hat, wurde den Teilnehmern mit Produktproben von Bio-Landwirten und Verarbeitern vorgestellt. Darunter zum Beispiel Käse von der Käserei Stich, Gemüse vom Grasserhof Aitrang sowie Müsli und Kekse von den Wertachtal Werkstätten.

Etliche mögliche Lieferanten

Aus der Partner-Öko-Modellregion Günztal brachte die Projektleiterin Rebecca Schweiß Bio-Joghurt vom Biohof Lerf Ottobeuren und Bio-Kaffeesahne von der Firma Saliter aus Obergünzburg mit. Die Teilnehmer waren begeistert von Vielfalt und Qualität. Bestens informiert und voller neuer Ideen und Anregungen freuen sie sich auf die nächsten sechs Monate Coaching und künftig mehr regionale Bio-Produkte in ihren Küchen.