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"Das Dümmste, was ich je gemacht habe"

Ostallgäuer muss wegen einer "Gefälligkeit" vor Gericht

Amtsgericht Kaufbeuren

Wegen einer "Gefälligkeit" für einen Bekannten musste sich ein 19-Jähriger vor dem Schöffengericht in Kaufbeuren verantworten. Bei dem Prozess ging es unter anderem um die Lagerung von Drogen.

Bild: Mathias Wild (Symbolbild)

Wegen einer "Gefälligkeit" für einen Bekannten musste sich ein 19-Jähriger vor dem Schöffengericht in Kaufbeuren verantworten. Bei dem Prozess ging es unter anderem um die Lagerung von Drogen.

Bild: Mathias Wild (Symbolbild)

19-Jähriger bewahrt für einen Dealer zwei Rucksäcke voll Marihuana auf. Schöffengericht in Kaufbeuren verurteilt ihn zu vier Wochen Arrest und einer Geldstrafe.
29.05.2022 | Stand: 12:30 Uhr

Eine vermeintliche Gefälligkeit für einen Bekannten brachte einen heute 19-jährigen Ostallgäuer an den Rand einer längeren Haftstrafe. Wie der junge Mann jetzt als Angeklagter vor dem Kaufbeurer Schöffengericht schilderte, hatte er sich im Mai 2021 dazu bereit erklärt, zwei Rucksäcke mit insgesamt knapp 600 Gramm Marihuana sowie einen Umschlag mit 2650 Euro Bargeld bei sich zwischenzulagern. Beides wurde wenige Tage später bei einer Hausdurchsuchung gefunden. Weil dabei auch noch ein selbstgebautes Würgeholz und ein Schlagring entdeckt wurden und die Staatsanwaltschaft davon ausging, dass der junge Mann zumindest einen Teil des Rauschgifts hatte verkaufen wollen, lautete der Anklagevorwurf auf bewaffneten Handel von Betäubungsmitteln in einer nicht geringen Menge. Darauf steht bei einer Verurteilung nach Erwachsenenstrafrecht eine Mindeststrafe von fünf Jahren Haft.