Religionsunterricht

Ostern ist für Kaufbeurer Schüler „Höchste Zeit für Auferstehung“

Im Fach Religion wurde in den Abschlussklassen an der Sophie-La-Roche-Realschule vor Ostern im Block unterrichtet.

Im Fach Religion wurde in den Abschlussklassen an der Sophie-La-Roche-Realschule vor Ostern im Block unterrichtet.

Bild: Sophie-La-Roche-Realschule

Im Fach Religion wurde in den Abschlussklassen an der Sophie-La-Roche-Realschule vor Ostern im Block unterrichtet.

Bild: Sophie-La-Roche-Realschule

Die Sophie-La-Roche-Realschule in Kaufbeuren geht vor Ostern mit einer Projektarbeit neue Wege. Welchen positiven Effekt hat das auf die Prüfungsvorbereitung?

03.04.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Beim Sportunterricht Abstand halten, im Musikunterricht nicht singen, im Religionsunterricht die Klassen möglichst nicht mischen – die Corona-Pandemie stellt Lehrer bestimmter Fächer vor spezielle Herausforderungen, zusätzlich zu den üblichen Hygienevorschriften im Schulalltag.

Quarantäne vor der Prüfung wäre ein Problem

Im Religions- und Ethikunterricht, in dem Schüler aus mehreren Klassen zusammenkommen, müssen Jugendliche im Klassenzimmer möglichst weit von Mitschülern aus anderen Klassen entfernt sitzen. Im Fall einer Covid-19-Erkrankung in der Lerngruppe droht trotzdem allen Schülern die Quarantäne. „Diese Regelung für kombinierte Klassen ist zwar nachvollziehbar, aber im Schulalltag schwer zu vermeiden. Gerade für die Schüler der Abschlussklassen, für die jetzt die entscheidende Phase der Prüfungsvorbereitung begonnen hat, wäre eine Quarantäne und ein erneutes Lernen Zuhause denkbar ungünstig“, so Magdalena Pohlmann, katholische Religionslehrerin an der Sophie-La-Roche-Realschule.

Durchmischung der Klassen vermeiden

Gemeinsam haben sich die Religions- und Ethiklehrer der zehnten Klassen eine ungewöhnliche Lösung überlegt. Um die wöchentliche Durchmischung im Fachunterricht zu vermeiden, wurde der in diesem Schuljahr noch anstehende Unterricht im Fach Religion im Block an den drei Schultagen vor Ostern unterrichtet. Im Rahmen dieser drei Tage wurden ausstehende Lehrplanthemen aufgegriffen und projektorientiert umgesetzt. Die Noten für das zweite Halbjahr wurden so gebildet. „Uns war es aber auch wichtig, dass wir einen Ostergottesdienst und Morgenandachten abhalten können, natürlich immer unter Beachtung der Hygienevorschriften“, erklärt Lehrerin Melanie Graf. Diese Aspekte, die den Religionsunterricht ausmachen, seien in den letzten Monaten zu kurz gekommen

„Höchste Zeit für Auferstehung“ lautete das Rahmenthema, das Pfarrerin Michaela Kugler und Pfarrer Bernhard Waltner auch im Gottesdienst aufgriffen, den sie per Videokonferenz zusammen mit Zehntklässlern der Realschule vorbereitet hatten. Das Thema passe wunderbar, nicht nur zur Osterzeit, sondern auch zur aktuellen Corona-Lage, ist Pfarrerin Kugler überzeugt. Cornelia Lipinski, Direktorin der Realschule, unterstützte diese Idee: „Gerade der Religionsunterricht bietet den Schülern die Möglichkeit, sich auszutauschen über die Erfahrungen während der Schulschließungen und das ist etwas ganz Wertvolles.“

Mehr Zeit, um Lücken zu schließen

Mit der Projektidee sei nicht nur die wiederkehrende Durchmischung der Klassen verhindert worden. Die zwei Wochenstunden, die in jeder zehnten Klasse „frei“ geworden sind, könnten nun speziell für die Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen genutzt werden, so dass im Fernunterricht entstandene Lücken geschlossen werden können.

Außergewöhnliche Tage

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Auch wenn die Vorstellung, sich drei Tage am Stück mit nur einem Fach zu beschäftigen, für einige Schüler zunächst abschreckend war und die Lehrkräfte vor organisatorische Herausforderungen stellte, fiel das Fazit bei Lehrkräften und Schülern positiv aus. Jonas Reimer aus der Klasse 10a brachte es so auf den Punkt: „Es waren drei außergewöhnliche Tage, aber für mich persönlich war die Mischung aus Unterrichtsstoff und gelebtem Glauben auch sehr gewinnbringend.“