Friesenried

Projekte auf den Weg gebracht

Dauerthemen Zum Jahresende beschließt der Gemeinderat Friesenried Lösungen für Radweg und Wasserversorgung
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Von von Klaus Thiel
19.12.2019 | Stand: 16:31 Uhr

In der letzten Sitzung des Jahres hat der Friesenrieder Gemeinderat mehrere Projekte fortgeführt und auf den Weg gebracht. So hat der Rat nunmehr einstimmig den Antrag auf Bau des Trinkwasser-Hochbehälters zur Wasserversorgung in Blöcktach beschlossen. Der Bauantrag der Gemeinde wird dem Landratsamt Ostallgäu als privilegierte Maßnahme zur Genehmigung vorgelegt. Nach weiteren Berechnungen können dann Fördermittel für den Leitungsbau, von der Quelle zum Hochbehälter und vom Hochbehälter zum Ortsnetz, beantragt werden.

Bürgermeister Bernhard Huber rechnet mit einer Bauzeit von etwa drei Jahren (2020 bis einschließlich 2022). Voraussichtlich im kommenden Frühjahr soll die Bevölkerung bei einer öffentlichen Bürgerveranstaltung über das Gesamtpaket Wasserversorgung Blöcktach informiert werden.

Nach intensiven Abwägungen und Besprechungen mit dem Wasserwirtschaftsamt in Kempten fasste das Ratsgremium den formalen Durchführungsbeschluss zur Optimierung des Hochwasserabflusses im Bereich Friesenried Süd. Damit sei auch der Weg frei für die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens. Letzteres ist nach Huber erforderlich, da mehrere Grundstücke betroffen sind.

Seit etwa 1996 ist das Thema Radweg von Friesenried nach Kaufbeuren ein Allzeitthema für die jeweiligen Entscheidungsgremien. Nachdem der Stadtrat von Kaufbeuren im November eine entsprechende Maßnahme beschlossen hatte, fasste der Gemeinderat von Friesenried nun den offiziellen Beschluss.

Die Federführung der gesamten Bautätigkeit, die in 2020 durchgeführt werden soll, obliegt der Stadt Kaufbeuren. Die Kosten werden mit 520 000 Euro veranschlagt, die Gemeinde ist mit 17 Prozent daran beteiligt. Vor der eigentlichen Abstimmung wurden unter Einbeziehung der anwesenden Zuhörer technische Details wie Streckenverlauf und Wegbreite kontrovers diskutiert. Das Gremium entschied sich letztlich einstimmig für die vorliegenden Pläne und die Durchführung der Baumaßnahmen.

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Fahrradweg, Hochwasserschutz und Wasserversorgung waren dann auch die zentralen Themen im Jahresrückblick von Bürgermeister Huber. Der dringend erforderliche Anbau am Kindergarten ist nach Ansicht von Huber mit das erfreulichste Ereignis, dass es zu vermelden gab. Die kurze, prognostizierte Bauzeit von Ende Juli bis Anfang November für den zusätzlichen Raum konnte eingehalten werden. Huber lobte im Besonderen den Einsatz von drittem Bürgermeister Anton Rappold.

An manchen Stellen sei man nicht immer so vorwärtsgekommen wie gewollt, meinte Huber über die Erneuerung der Warmwasserversorgung in der Turnhalle. Es habe einer langen Bedenk- und Planungszeit bedurft, um die Anlage umzubauen. Positiv auch für den Rathauschef sei der Bebauungsplan für ein neues Wohngebiet in Blöcktach, mit dem die Gemeinde der starken Nachfrage nach Bauplätzen einigermaßen gerecht werden will.

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