Amtsgericht Kaufbeuren

Kaufbeurer wegen gefälschter Rezepte vor Gericht

Amtsgericht Kaufbeuren

Wegen Urkundenfälschung ist ein 35-Jähriger vor dem Amtsgericht Kaufbeuren.

Bild: Mathias Wild (Archivbild)

Wegen Urkundenfälschung ist ein 35-Jähriger vor dem Amtsgericht Kaufbeuren.

Bild: Mathias Wild (Archivbild)

Sieben Mal bekommt ein 35-Jähriger mit gefälschten Rezepten verschreibungspflichtige Medikamente. Beim achten Mal wird er erwischt und landet vor Gericht.
12.01.2022 | Stand: 17:49 Uhr

Wegen Urkundenfälschung hat das Kaufbeurer Amtsgericht einen 35-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten verurteilt. Acht Privatrezepte für verschreibungspflichtige Medikamente hatte der Angeklagte zwischen Juni und November 2021 am Computer gefälscht.

Angeklagter löst gefälschte Rezepte in Kaufbeurer Apotheken ein

„Diese löste er anschließend in Apotheken in Kaufbeuren ein“, sagte der Richter am Mittwoch gegenüber unserer Redaktion. Sieben Mal habe der Angeklagte die Medikamente bekommen. Dann ist er auf frischer Tat als Fälscher erkannt worden.

In der Verhandlung am Mittwoch gestand der 35-Jährige seine Taten. Als Motiv gab er laut Amtsgericht an, unter einer Suchterkrankung zu leiden. Darum habe er Rezepte gefälscht, um die Medikamente zu beschaffen.

Urteil: Kaufbeurer muss während neunmonatiger Bewährung seine Therapien fortsetzen

Er sei nun in Therapie und arbeite an seinem Suchtproblem. Der Mann bekomme „einen Bewährungshelfer zur Seite gestellt und muss seine begonnenen Therapien fortsetzen“, sagte der Richter. Das Urteil des Kaufbeurer Amtsgerichts ist noch nicht rechtskräftig.

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