Mann wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Radfahrer in Pfronten überrollt: So lautet das Urteil gegen den Lkw-Fahrer

Nachdem ein LKW-Fahrer einen Radler in Pfronten beim Überholen vom Rad gestoßen und mit tödlichen Folgen überrollt hat, wurde der Verantwortliche nun vom Kaufbeurer Amtsgericht wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt.

Nachdem ein LKW-Fahrer einen Radler in Pfronten beim Überholen vom Rad gestoßen und mit tödlichen Folgen überrollt hat, wurde der Verantwortliche nun vom Kaufbeurer Amtsgericht wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt.

Bild: Alexander Kaya, dpa (Symbolbild)

Nachdem ein LKW-Fahrer einen Radler in Pfronten beim Überholen vom Rad gestoßen und mit tödlichen Folgen überrollt hat, wurde der Verantwortliche nun vom Kaufbeurer Amtsgericht wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt.

Bild: Alexander Kaya, dpa (Symbolbild)

Ein Lkw-Fahrer hatte im Juli in Pfronten (Ostallgäu) einen Radfahrer überfahren, der bei dem Unfall starb. Nun verkündet das Amtsgericht Kaufbeuren das Urteil.
05.05.2021 | Stand: 18:29 Uhr

Wegen der fahrlässigen Tötung eines 59-jährigen Radlers im vergangenen Juli in Pfronten (Ostallgäu) ist ein Lkw-Fahrer vom Kaufbeurer Amtsgericht zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die Strafe wurde nicht zur Bewährung ausgesetzt. Auch die Fahrerlaubnis wird dem Angeklagten entzogen. Er kann den Führerschein frühestens wieder in anderthalb Jahren beantragen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte sagte in der Verhandlung kein Wort. Laut Richter hatte der Mann in der Verhandlung keinerlei Reue gezeigt. Der Radfahrer, so die Einschätzung des Gerichts, wollte dem Fahrer des Lkw hinter ihm bedeuten, dass er links abbiegen möchte. Deshalb streckte der Mann die Hand aus. Das deutete der Lkw-Fahrer, der gar nicht in der Anliegerstraße hätte unterwegs sein dürfen und überdies zu schnell fuhr, jedoch falsch.

Wegen fahrlässiger Tötung verurteilter Lkw-Fahrer deutet Signal falsch

Der Fahrer hatte laut Gericht das Signal als ein Vorbeiwinken verstanden und beschleunigte daraufhin, um den Radfahrer zu überholen. Obwohl er noch versuchte, auszuweichen, stieß der Lkw-Fahrer den nach links ausgescherten Radler beim Überholvorgang aus dem Sattel und fuhr anschließend mit dem rechten Vorderreifen über ihn. Dem 59-jährigen Mann wurde dabei unter anderem die Hauptschlagader durchtrennt, er starb noch am Unfallsort an multiplem Organversagen. Vor dem Unfall habe der Lkw-Fahrer bereits die Frau des Getöteten, die ein Stück hinter ihrem Mann gefahren war, von der Straße abgedrängt, wie die Witwe vor Gericht aussagte.

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