Fußball-Kreisliga

Re-Start: Die Fußballer im Ostallgäu legen wieder los

Für Timo Wörz (links, im Zweikampf mit Kaufbeurens Philipp Vedder) und den SVO Germaringen wäre das erste Pflichtspiel nach der Corona-Pause beim TV Woringen auf dem Plan gestanden. Beim Gegner gibt es allerdings einen Corona-Verdachtsfall, deswegen wurde die Partie abgesagt.

Für Timo Wörz (links, im Zweikampf mit Kaufbeurens Philipp Vedder) und den SVO Germaringen wäre das erste Pflichtspiel nach der Corona-Pause beim TV Woringen auf dem Plan gestanden. Beim Gegner gibt es allerdings einen Corona-Verdachtsfall, deswegen wurde die Partie abgesagt.

Bild: Harald Langer

Für Timo Wörz (links, im Zweikampf mit Kaufbeurens Philipp Vedder) und den SVO Germaringen wäre das erste Pflichtspiel nach der Corona-Pause beim TV Woringen auf dem Plan gestanden. Beim Gegner gibt es allerdings einen Corona-Verdachtsfall, deswegen wurde die Partie abgesagt.

Bild: Harald Langer

Die Fußballer in Oberbeuren, Mauerstetten und Blonhofen fiebern dem Wiederauftakt entgegen. Das Spiel des SVO Germaringen fällt derweil aus.
19.09.2020 | Stand: 11:45 Uhr

Der Ball rollt wieder – nach 300 Tagen. Für die Fußball-Kreisligisten stehen die ersten Punktspiele nach der Corona-Pause an. So haben die Klubs sich auf den Re-Start vorbereitet:

  • TSV Oberbeuren: Die „längste Vorbereitung“ in der Geschichte des TSV Oberbeuren (Platz sechs) neigt sich dem Ende entgegen. Seit Mai trainierten die Kreisliga-Kicker zwei Mal die Woche, die Trainingsbeteiligung schwankte zwischen 15 und 30 Spielern. „Man merkt, dass wir den Wettkampf brauchen, um die letzten zehn Prozent herauszuholen“, sagt Trainer Markus Rietzler. Die Ergebnisse der Vorbereitung (nur ein Sieg aus sieben Spielen) will er nicht überbewerten, zum Re-Start kann Riefler aus dem Vollen schöpfen.
    Grundsätzlich muss der TSV einen kleinen Umbruch bewältigen, einige Spieler stehen nur noch in dieser Saison zur Verfügung. Zum Re-Start trifft der TSV Oberbeuren am Samstag (15 Uhr) auf den TSV Lautrach-Illerbeuren. Neben der Entwicklung des Hygiene- und Zuschauerkonzeptes wird die Rückkehr in den Wettkampfbetrieb eine Herausforderung für die Mannschaft. „Wir wissen, dass wir einen guten Gegner zu Gast haben, andererseits sind wir gut vorbereitet und werden auf Sieg spielen“, sagt TSV-Abwehrspieler Marius Freund.
  • SVO Germaringen: Zum Re-Start wäre der SVO Germaringen (Platz vier) eigentlich am Samstag beim Ligakonkurrenten TV Woringen angetreten. Das Spiel fällt aus, der Grund: Beim TV Woringen gibt es einen Corona-Verdachts-Fall. Das erste Pflichtspiel nach der Pause steht für den SVO nun im Ligapokal am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) gegen den SV Mauerstetten an. Trotz der ungewohnt langen Vorbereitungsphase zieht Trainer Franz Zimmermann ein insgesamt positives Fazit. „Die Jungs sind bereits in einer guten körperlichen Verfassung zum Auftakt erschienen und so konnten wir das Training immer wieder gut dosieren und uns auf die spielerischen Elemente konzentrieren“, berichtet der Coach.
    In dieser Zeit gab es auch den einen oder anderen verletzten Spieler, die auch derzeit noch nicht zur Verfügung stehen werden. Doch die Ergebnisse gegen durchwegs gute Teams machen dem Trainer Mut. „Wir haben uns gegen keine Mannschaft versteckt, egal aus welcher Liga. Mit dem 2:2 gegen Kaufbeuren haben wir im letzten Testspiel noch einmal Selbstvertrauen getankt“, sagt Zimmermann, der sich natürlich auch auf den Re-Start freut.
  • SV Mauerstetten: Vorfreude, Zuversicht und und eine Brise Anspannung herrschen beim SV Mauerstetten (Platz zehn) vor dem Re-Start der Kreisliga an diesem Wochenende. „Nach unzähligen Wochen der Vorbereitung und vielen Trainingseinheiten mit Kontaktbeschränkungen sind wir froh, dass es wieder losgeht“, sagt SVM-Trainer Uwe Zenkner. „Wie vielen anderen Vereinen auch fällt es uns momentan schwer, unser spielerisches Leistungsvermögen einzuschätzen. Körperlich sind meine Spieler in guter Verfassung.“
    Auch die ein oder andere taktische Variante wurde einstudiert. Mit Valentin Huber, der bereits einige Einsätze in der ersten Mannschaft sammelte, sowie Jonas Friedrich und Julian Wiedemann stoßen drei Akteure aus dem Nachwuchs zum Kader hinzu, verlassen hat den SVM Fabien Debarge (SV Eggenthal). „Natürlich beklagen auch wir den ein oder anderen angeschlagenen Spieler. Doch wir rechnen damit, dass zum Auftakt gegen Blonhofen (Sonntag, 15 Uhr) alle einsatzfähig sein werden.“ Das Spiel, noch dazu ein Derby, sei für den SVM sehr wichtig. Zenkner: „Wir wollen auf alle Fälle Punkte sammeln. Wir sind bereit!“
  • FC Blonhofen: Der FC Blonhofen sieht dem Re-Start mit großen Hoffnungen entgegen. Dass zum Auftakt gleich das Derby gegen den SV Mauerstetten ansteht, kommt der Mannschaft entgegen. Neu-Coach Daniel Hindelang hat das Team zusammen mit Fitnesstrainer Thomas Edinger seit zwei Monaten intensiv auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebes vorbereitet, die Ergebnisse aus den Testspielen geben Anlass zur Hoffnung. Aufgrund der langen Spielpause kam es auch in Blonhofen zu einigen personellen Veränderungen. Abwehrspieler Tobias Losch pausiert, Maximilian Hauser plagen Hüftschmerzen und Johannes Schafroth befindet sich im Auslandsstudium.
    Dafür kehren Michael Groß, Andreas Immerz, Patrick Hakala, Falco Frank, Lukas Wick und Tobias Schmid nach ihren Verletzungspausen zurück. Die FCB-Verantwortlichen hoffen durch die Rückkehr einiger Offensivspieler auf mehr Durchschlagskraft im Angriff. Die Torausbeute von 14 Treffern aus 17 Pflichtspielen, verbunden mit dem zwölften Platz, sei nicht der Anspruch des Vereins. Im Derby will Blonhofen nun die Weichen für einen besseren Saisonverlauf stellen. Für die zahlreiche zu erwartenden Zuschauer gilt die strikte Einhaltung des Hygienekonzeptes, unter anderem mit Mund-Nasen-Schutz beim Einlass.