Ringen

Ringer des TSV Westendorf sehnen den Saisonstart herbei

Ein Bild aus der „Vor-Corona-Zeit“: Die Fans feiern die Rínger des TSV Westendorf. Ab Ende Oktober sollen wieder Ringer-Wettkämpfe in der Oberliga stattfinden. Der TSV Westendorf rechnet damit, dass 100 Zuschauer dann zu den Kämpfen kommen dürfen.

Ein Bild aus der „Vor-Corona-Zeit“: Die Fans feiern die Rínger des TSV Westendorf. Ab Ende Oktober sollen wieder Ringer-Wettkämpfe in der Oberliga stattfinden. Der TSV Westendorf rechnet damit, dass 100 Zuschauer dann zu den Kämpfen kommen dürfen.

Bild: Mathias Wild (Archivfoto)

Ein Bild aus der „Vor-Corona-Zeit“: Die Fans feiern die Rínger des TSV Westendorf. Ab Ende Oktober sollen wieder Ringer-Wettkämpfe in der Oberliga stattfinden. Der TSV Westendorf rechnet damit, dass 100 Zuschauer dann zu den Kämpfen kommen dürfen.

Bild: Mathias Wild (Archivfoto)

Der TSV Westendorf fiebert dem Start der Wettkämpfe im Oktober entgegen. Mit wievielen Zuschauern der Ringer-Verein aus dem Ostallgäu rechnet.

18.08.2020 | Stand: 17:15 Uhr

Ein Ziel vor Augen zu haben, ist für jeden Sportler wichtig. Im Fall der Westendorfer Ringer ist dieses Ziel der 24. Oktober – denn an diesem Tag findet der erste Saisonkampf in der Oberliga statt. Die Entscheidung des Bayerischen Ringer-Verbandes fiel in enger Abstimmung mit den Vereinen. Diese konnten sich entscheiden, ob sie am Wettkampfbetrieb teilnehmen wollen oder nicht. „Die Bekanntgabe des Startpunkts war wichtig für die Köpfe der Ringer“, sagt Robert Zech, Vorsitzende des TSV Westendorf.

TSV Westendorf: Frühe Zustimmung zu Wettkämpfen

Für die Ostallgäuer Ringer kam es laut Zech nicht in Frage, die Saison auszulassen. „Wir wollten ein Zeichen setzen, indem wir schnell nach der Frage des Verbandes unsere Zustimmung zu Wettkämpfen gegeben haben“, sagt Zech. Viele Vereine haben sich jedoch gegen eine Teilnahme an den Wettkämpfen entschieden. Nur etwa ein Drittel der 68 bayerischen Ringer-Vereine geht im Oktober auf die Matte.

In der Oberliga-Runde trifft der TSV Westendorf, auf den SC Anger, SV Siegfried Hallbergmoos, Johannis Nürnberg II, ATSV Kelheim und SV Mietraching. Vorjahresvizemeister TSV Burgebrach und der TV Geiselhöring sind nicht dabei. „Wenn es Testphasen und Quarantäne für Ringer gegeben hätte, hätten wir Nein gesagt. Das ist allein finanziell nicht machbar“, sagt Zech.

Ringer des TSV Westendorf sehnen jede Lockerung herbei

Auflagen gibt es in dieser von der Corona-Pandemie bestimmten Zeit aber genug. „Wir nehmen die Situation so hin, wie sie ist, und machen das Beste daraus. Was das Training angeht, haben wir schwierige Wochen hinter uns gebracht“, sagt Zech. Jede Lockerung wurde herbeigesehnt, inzwischen wird beim TSV auch dank der Kooperation mit dem Gesundheitsamt und der Gemeinde Westendorf wieder trainiert.

Das Training findet aktuell in Fünfer-Gruppen statt, getrennt nach den Stilarten. „Die Gruppen bleiben immer gleich und trainieren gemeinsam. Deswegen sind wir auch komplett im Rhythmus. Dazu gehört natürlich auch eine gewisse Organisation, die Ringer müssen sich zum Beispiel für das Training im Kraftraum anmelden“, sagt Zech. „Wir geben die Vorgaben weiter, und die Jungs setzen das prima um. Sie sind sehr diszipliniert.“

Zuschauer in der Sparkassen-Arena: Mundschutz, Abstand, getrennte Zugänge

Eine große Frage steht mit Blick auf den Saisonstart noch im Raum: Wie sieht es mit Zuschauern aus? „Wir gehen aktuell davon aus, dass 100 Zuschauer bei den Wettkämpfen in die Sparkassen-Arena kommen dürfen. Das ist momentan ja in Bayern bei Indoor-Veranstaltungen erlaubt“, sagt Zech. Der Verein hat eine Firma beauftragt, ein Hygienekonzept zu erstellen.

Robert Zech TSV Westendorf
So sieht es derzeit in der leeren Halle aus. „Der Ringsport lebt von den Fans“, sagt der TSV-Vorsitzende Robert Zech.
Bild: Tobias Giegerich

„Ich kenne das aus meinem Job in der Veranstaltungsbranche. Wir streben auch ein entsprechendes Zertifikat an. Jeder – ob Zuschauer oder Sportler – soll sich sicher sein, dass bei uns alle Auflagen erfüllt und alle Hygienemaßnahmen eingehalten werden“, sagt Zech. Zu den Auflagen zählen voraussichtlich: Das Tragen von Mundschutz bis zum Platz, Abstand an den Plätzen, getrennte Zonen, Eintragen in eine Liste wegen der Nachverfolgung, getrennte Ein- und Ausgänge.

Trotz der Corona: Positive Signale der Sponsoren

Angesichts der Herausforderungen ist Zech über die Unterstützung aus den Reihen des Vereins und von Seiten der Sponsoren froh. „Für alle ist es eine schwierige Situation. Deswegen sind wir froh, dass uns die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren und auch unsere anderen lokalen Sponsoren weiter unterstützen“, sagt Zech.

Gerade von der Sparkasse, die Namensgeber der Ringer-Arena im Bürgerhaus Alpenblick ist und deren Logo auf Trikots und T-Shirts prangt, habe es schnell positive Signale gegeben. „Für uns ist das eine riesige Erleichterung, denn wir müssen auch einige laufende Kosten decken. Wir haben uns schon kleine Konzepte überlegt – auch wie wir die Sponsoren unterstützen können. Da sehe ich uns auch in der Pflicht. Es sind spezielle Zeiten, da muss man flexibel sein und zusammenhalten.“

TSV Westendorf freut sich über Unterstützung der Sparkasse

Mit den TSV-Ringern gibt es laut Birgit Pfeifer, Leiterin Unternehmenskommunikation und Personal bei der Sparkasse, „eine lange und enge Partnerschaft“. Es sei beachtlich, mit welcher Leidenschaft die kleine Gemeinde ihrem Sport nachgehe und dabei auch deutschlandweit für Aufsehen sorge. „Das fängt schon in der Nachwuchsarbeit und im ehrenamtlichen Engagement an. Das unterstützen wir gerne“, sagt Pfeifer. „Wir wissen, vor welchen Herausforderungen die Vereine derzeit stehen. Deswegen war uns schnell klar, dass wir weiter an ihrer Seite stehen.“