Ringen

Ringer-Trainer Klaus Prestele über seinen Abschied aus Westendorf

Mit dem Abgang von Klaus Prestele endet beim TSV Westendorf eine Trainer-Ära. Sechs Jahre lang trainierte der 42-Jährige die Ostallgäuer Ringer.

Mit dem Abgang von Klaus Prestele endet beim TSV Westendorf eine Trainer-Ära. Sechs Jahre lang trainierte der 42-Jährige die Ostallgäuer Ringer.

Bild: Archivfoto:

Mit dem Abgang von Klaus Prestele endet beim TSV Westendorf eine Trainer-Ära. Sechs Jahre lang trainierte der 42-Jährige die Ostallgäuer Ringer.

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Warum der 42-Jährige schon vergangenes Jahr mit dem Abgang vom TSV Westendorf liebäugelte und welche Aufgabe nun auf seinen Trainerkollegen Jürgen Stechele wartet.
12.01.2021 | Stand: 12:23 Uhr

Bei den Ringern des TSV Westendorf gab es kürzlich große personelle Veränderungen. Klaus Prestele und Jürgen Stechele verantworten nicht mehr den Männerbereich als Cheftrainer. Stattdessen leiten nun Matthias Einsle (Freistil) und Maximilian Goßner (Griechisch-Römisch) die Geschicke. Während Prestele dem Ringkampfsport vorerst den Rücken kehrt, wartet auf Stechele eine andere Aufgabe beim TSV.

Corona-Krise verhindert Saisonstart der Ostallgäuer Ringer

„Die Belastung war zeitlich einfach zu hoch“, begründet Prestele seine Entscheidung. Sechs Jahre lang war er Cheftrainer. Für den 42-Jährigen sei es eine aufregende und wirklich schöne Zeit gewesen. Die Krönung war auch für ihn die Teilnahme an der Ringer-Bundesliga. Zwei Jahre mischte der Dorfverein im Konzert der Großen mit. Aber schon im vergangenen Jahr liebäugelte Prestele mit seinem Abschied. Für ihn war es absehbar, dass irgendwann die Zeit gekommen ist. „Ich wäre noch gerne mit den Jungs in die Saison gegangen. Auch das Ende war nicht so geplant“, verweist er auf die Corona-Krise, die einen Ligenstart nicht möglich machte.

Für Klaus Prestele ist es die "richtige Entscheidung"

Für Prestele ist der Rückzug aber die „die richtige Entscheidung.“ Vor seinem Engagement in Westendorf war Prestele beim SV Luftfahrt Berlin als Trainer verantwortlich. „Ich bleibe dem TSV sicherlich erhalten und werde mit dem Verein natürlich verbunden bleiben“, sagt Prestele, der aber eine Rückkehr als Coach ausschließt. „Mit Maximilian Goßner und Matthias Einsle gibt es eine super Lösung. Die Jungs, die ich über die Jahre begleitet habe, sind nun in guten Händen“, so Prestele, der auf eine „gute Zusammenarbeit“ mit Jürgen Stechele zurückblickt. „Ich möchte mich für den engagierten Trainingsaufwand bei allen Ringern bedanken, auch beim Vorstand für das entgegengebrachte Vertrauen.“

Jürgen Stechele kümmert sich wieder um den Nachwuchs des TSV Westendorf

Zurück in die Nachwuchsarbeit geht es für Jürgen Stechele. Im Jahr 2015 führte er die Westendorfer Ringer bei der Deutschen Jugend-Mannschaftsmeisterschaft in Laudenbach zum Titel. „Ein großartiger Erfolg“ für den TSV , der auch auf das Konto des 49-Jährigen geht. Stechele kümmert sich nun wieder in verantwortlicher Position als Nachwuchscheftrainer. „Ich war nie aus dem Schülerbereich weg, obwohl ich noch nebenbei das Männertraining geleitet habe“, erzählt er.

Jürgen Stechele
Jürgen Stechele kümmert sich künftig wieder um den Ringer-Nachwuchs beim TSV Westendorf.
Bild: Stechele

Die vergangenen Jahre habe er sich stets mit Matthias Einsle ausgetauscht. „Ich war immer voll involviert und auf dem aktuellen Stand“, so Stechele. Dass er nun keine Doppelbelastung mehr habe, sei für ihn ein positiver Nebeneffekt. „Ich kann meine ganze Arbeit und mein Wissen in den Schülerbereich packen.“

Lockdown auf der Matte

Seit Wochen pausiert das Ringertraining in Westendorf. Die jungen Athleten sind zwar derzeit auf sich allein gestellt, dennoch halten die Nachwuchstrainer über die Eltern oder mit den Ringern selbst Kontakt. Mit kleinen Aktionen werden sie bei Laune gehalten. „Viel steht und fällt hier mit dem Einfluss der Eltern“, betont Stechele. Problem sei der aktuelle Stillstand. Dennoch könne man trotzdem Laufen gehen oder ein Krafttraining abhalten. „In dieser Phase ist jeder Einzelne gefragt, um seinen inneren Schweinehund zu besiegen“, stellt der 49-jährige Übungsleiter hervor. Auch er könne nur hoffen, dass nach es nach dem harten Lockdown wieder zurück in die neue Normalität geht.