Kreisliga SVO Germaringen

Rote Karten und andere Unpässlichkeiten - kurioser Auftakt in der Kreisliga

Umkämpft: Der SVO mit Timo Wörz (in Rot) musste gegen die abgezockten Memminger und Viktor Kaiser Gas geben, um noch ein Remis zu holen.

Umkämpft: Der SVO mit Timo Wörz (in Rot) musste gegen die abgezockten Memminger und Viktor Kaiser Gas geben, um noch ein Remis zu holen.

Bild: Mathias Wild

Umkämpft: Der SVO mit Timo Wörz (in Rot) musste gegen die abgezockten Memminger und Viktor Kaiser Gas geben, um noch ein Remis zu holen.

Bild: Mathias Wild

SV Mauerstetten gewinnt das Derby beim TSV Oberbeuren. Der SV Stöttwang in Torlaune und Germaringen müht sich zum Remis. Überall spielen Rote Karten eine Rolle
28.03.2022 | Stand: 17:15 Uhr

Fünf Teams aus der Region waren in vier Spielen im Einsatz – mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Bittere Massenkarambolage

Zum ersten Punktspiel des Jahres empfing der FC Blonhofen den FC Viktoria Buxheim. Der FCB musste coronabedingt auf Cheftrainer Karl Fischer verzichten, welcher es sich jedoch nicht nehmen ließ, die Partie vom heimischen Balkon zu verfolgen. Ihm und allen Zuschauern wurde ein Spiel geboten, in der beide Mannschaften keinen Zentimeter Rasen kampflos hergaben. Dieser Einsatz fand seinen Höhepunkt unglücklicherweise beim 1:1-Ausgleichstreffer für Buxheim, bei welchem FCB-Torwart Fischer mit drei weiteren Spielern kollidierte, nach kurzer Behandlung aber weiter machen konnte. Zum Ende des Spiels hatte der FCB noch eine Doppelchance auf den Siegtreffer, jedoch warfen sich die Buxheimer mit allem, was sie hatten, in die Schüsse. Vor dem Spiel wäre der FCB mit einem Punkt zufrieden gewesen, danach aber nicht: Mit etwas mehr Fortune wäre auch ein Dreier möglich gewesen.

Remis macht Tabellenführer Mut

Tabellenführer SVO Germaringen ist beim ersten Punktspiel nach der Winterpause beinahe ins Stolpern gekommen. Trotz einer Roten Karte in der ersten Halbzeit und einem 0:2-Rückstand drehte der SVO die Heimpartie gegen Memmingen-Ost aber noch und erreichte ein 2:2. „Wir müssen das Positive in den Vordergrund stellen, denn die Mannschaft hat nach dem Rückstand eine unglaubliche Moral in Unterzahl gezeigt und sich den Punkt mehr als verdient“, sagte Trainer Franz Zimmermann. Dennoch war der Germaringer Coach von der Auftaktpartie nicht überrascht. „Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen abgezockten Gegner, doch wir haben uns stetig gesteigert, das macht uns Mut für die nächsten Aufgaben.“

Zwei Tore und zwei Karten

Mit einem 4:1-Auswärtssieg kehrte der SV Mauerstetten vom Spiel beim TSV Oberbeuren zurück. Die Elf von Trainer Uwe Zenkner wollte das unnötige Unentschieden aus der Vorwoche vergessen machen und von Anfang an konsequent und druckvoll auftreten. Das gelang eindrucksvoll: Bereits nach sechs Minuten lag der SVM 2:0 in Führung. Oberbeuren schwächte sich noch vor der Pause durch eine Rote Karte für den Torhüter und einen weiteren Platzverweis. „Wir haben sehr engagiert begonnen und uns mit den frühen Toren belohnt. Nach den Platzverweisen war die Partie mehr oder weniger entschieden. In der zweiten Hälfte haben wir sogar noch Chancen liegen lassen. Alles in allem war es ein überzeugender Auftritt und ein ungefährdeter Sieg für uns. So müssen wir weitermachen“, analysierte Kapitän Andreas Gebler. Durch den Sieg springt der SVM auf Rang drei der Tabelle.

Bärendienst im zweiten Anlauf

Das erste Heimspiel 2022 verlor der TSV Oberbeuren gegen Mauerstetten 1:4. Entschieden wurde das Spiel bereits in der ersten Halbzeit: Ein Handspiel des Torhüters außerhalb des Sechzehners sowie ein taktisches Foul von Verteidiger Sebastian Homann wurden mit Rot und Gelb-Rot vom Schiedsrichter geahndet. Somit ging der TSV mit einer Zwei-Mann-Unterzahl und einem 0:2-Rückstand zum Pausentee. „Da habe ich meiner Mannschaft natürlich einen Bärendienst erwiesen. Aber mit meinem zweiten Foul gleich auch die zweite Gelbe Karte zu bekommen – das finde ich schon hart“, kommentierte Homann seinen frühzeitigen Feierabend. Der TSV versuchte dann, mit sauber geführten Zweikämpfen Schadensbegrenzung zu betreiben, um einen Kantersieg der Gäste zu verhindern. Die wiederum ließen in zweiten Hälfte insgesamt viele Torchancen ungenutzt, wodurch die Niederlage der Oberbeurer im Rahmen blieb. Stattdessen erzielte Anton Müller sogar noch den Ehrentreffer.

3:0-Führung – aber warum?

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Oberbeuren muss noch zittern - ein Remis vertagt die Entscheidung

Vor der Partie stimmte Trainer Thomas Spannenberger seinen SV Stöttwang ein, so konzentriert wie im vorigen Spiel in Mauerstetten zu agieren – als der SVS ein Remis geholt hatte. Doch zuvor gab es eine Gedenkminute für den langjährigen Stöttwanger Abteilungsleiter Alois Schlachter. Der SVS schien schon in der ersten Hälfte alles klar zu machen, aber Kapitän Stefan Schlachter warnte: „Wir haben zur Halbzeit 3:0 geführt und wussten nicht wieso.“ Deshalb mahnte er in der Pause, dass Stöttwang auch im Hinspiel in Kirchheim klar geführt und dann nur remis gespielt hatte. Am Ende stand aber ein klarer 6:1-Sieg. Spannenberger zollte seiner Mannschaft Respekt für die Umsetzung seiner Vorgaben. Neben zwei tollen Freistoßtoren von Fabian Freudling blieben aber auch zwei Rote Karten für die Gäste in Erinnerung: Ein übler Tritt von hinten in die Achillessehne endete mit der Verletzung von Roman Albinus.