Engel in vielen Briefkästen

Schüler in Kaufbeuren verteilen himmlische Grüße

Viele Bastelstunden in vorweihnachtlicher Atmosphäre haben die Schülerinnen und Schüler hinter sich: Unser Foto zeigt Adriana Potatschitz und Stella-Marie Hahn (rechts) beim Basteln.

Viele Bastelstunden in vorweihnachtlicher Atmosphäre haben die Schülerinnen und Schüler hinter sich: Unser Foto zeigt Adriana Potatschitz und Stella-Marie Hahn (rechts) beim Basteln.

Bild: Melanie Graf

Viele Bastelstunden in vorweihnachtlicher Atmosphäre haben die Schülerinnen und Schüler hinter sich: Unser Foto zeigt Adriana Potatschitz und Stella-Marie Hahn (rechts) beim Basteln.

Bild: Melanie Graf

Schüler der Sophie-La-Roche-Realschule in Kaufbeuren schenken den Kaufbeurern 1000 Engel. Was es mit dieser Aktion auf sich hat.
Viele Bastelstunden in vorweihnachtlicher Atmosphäre haben die Schülerinnen und Schüler hinter sich: Unser Foto zeigt Adriana Potatschitz und Stella-Marie Hahn (rechts) beim Basteln.
Von Allgäuer Zeitung Redaktion
07.12.2020 | Stand: 13:33 Uhr

Etliche Menschen haben einen Engel in ihrem Briefkasten entdeckt. Damit hat die Aktion Adventsgruß der Schülerinnen und Schüler der Sophie-La-Roche-Realschule in Kaufbeuren ihr Ziel erreicht: 1000 Engel im Religionsunterricht zu basteln und in Kaufbeuren als kleinen aufmunternden Adventsgruß in der Coronakrise zu verteilen. Initiiert wurde das ökumenische Projekt von den Religionslehrerinnen der Realschule, die trotz aller Einschränkungen ein wenig adventliche Stimmung in den Schulalltag bringen wollten.

Kein Basar, kein Konzert

„Normalerweise genießen wir Lehrer und Schüler gerade die Adventszeit an unserer Schule mit dem Adventsbasar und dem Weihnachtskonzert sehr. Da das alles ausfallen muss, ist unser Projekt der „1000 Engel“ wenigstens ein kleiner Ersatz für die Schüler“, erklärt Melanie Graf, die katholische Religionslehre unterrichtet. Pfarrerin Michaela Kugler, die die Aktion mit den Siebt- und Achtklässlern durchführt, betont: „Es ist mir wichtig, den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, aktiv etwas beitragen zu können. Viele haben gerade jetzt in der CoronaKrise das Gefühl, nichts an der Situation ändern zu können, daher gibt ihnen ein solches Projekt die Möglichkeit, indirekt für andere Menschen da zu sein. Und dafür ist ja gerade der Engel ein sehr passendes und schönes Symbol.“

Mit dem Espachstift verbunden

Bereits im vergangenen Schuljahr hatten Schüler der Realschule eine Aktion gestartet, bei der sie Plakate mit tröstenden und Mut machenden Bibelversen für die Bewohner des Espachstifts gestaltet hatten. Seither verfolgten die Jugendlichen die angespannte Situation und wollen nun auch den Mitarbeitern mit einem „Engelgruß“ Danke sagen für ihr Engagement. „Wir wollen diese Kooperation auf jeden Fall weiterführen, gerade die aktuelle Situation erfordert ein stärkeres Zusammenwachsen und Zusammenhalten – auch auf Distanz“, so Pfarrerin Michaela Kugler.

Noch gibt es Engel

Wer keinen Engel in seinem gefunden hat, hat noch Chancen. „In der Kirche St. Peter und Paul und in der Dreifaltigkeitskirche liegen einige Engel zum Mitnehmen aus“, erklärt Religionslehrerin Magdalena Pohlmann, „und wir laden alle Kaufbeurer herzlich ein, auch diesen Himmelsboten ein neues Zuhause zu geben.“