Bürgerservice

Schritt für Schritt zum digitalen Rathaus in Kaufbeuren

Der Weg ins Kaufbeurer Rathaus soll zunehmend auch vom Rechner daheim aus möglich sein.

Der Weg ins Kaufbeurer Rathaus soll zunehmend auch vom Rechner daheim aus möglich sein.

Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolfoto)

Der Weg ins Kaufbeurer Rathaus soll zunehmend auch vom Rechner daheim aus möglich sein.

Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolfoto)

Die Stadtverwaltung in Kaufbeuren baut ihre Online-Angebote aus. Dabei helfen Fördermittel der Staatsregierung. Mittlerweile ist auch die Kita-Anmeldung übers Internet möglich.
Der Weg ins Kaufbeurer Rathaus soll zunehmend auch vom Rechner daheim aus möglich sein.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
04.01.2021 | Stand: 07:00 Uhr

Die Kaufbeurer Stadtverwaltung soll schrittweise zu einem „digitalen Rathaus“ werden: Von Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach erhielt Oberbürgermeister Stefan Bosse einen Förderbescheid, mit dessen Hilfe Online-Dienstleistungen ausgebaut werden können. „Die Bürger sind es inzwischen gewohnt, mal eben per Mausklick ein Handy zu kaufen oder eine Reise zu buchen“, sagte Gerlach. „Diese einfache Nutzungsmöglichkeit erwarten sie zunehmend auch von staatlichen und kommunalen Dienstleistungen. Da wollen wir gleichziehen.“ Gerlach zeigte sich erfreut, dass immer mehr bayerische Kommunen ihre Serviceangebote digitalisieren. Ob eine Anmeldung bei der Kita oder ein Antrag für eine Urkunde beim Standesamt: Solche Services sollen laut Gerlach künftig bequem online erledigt werden können. „Als Gesicht der Verwaltung zum Bürger muss die Kommune von heute digital und serviceorientiert sein.“

Service wird von Eltern nachgefragt

Die Stadt Kaufbeuren hat bereits im Herbst unter anderem die Anmeldung für Kitaplätze komplett auf ein Onlineverfahren umgestellt, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Oberbürgermeister Stefan Bosse sieht in dieser Umstellung einen weiteren Baustein zur Digitalisierung im Rathaus: „Hier bieten wir jungen Eltern ein einfaches und übersichtliches Anmeldeverfahren an. Das neue Tool ist ein kleiner Schritt für uns, das in der Vergangenheit oft von Eltern nachgefragt wurde.“ Die Stadt durchforste ständig die Serviceangebote und werde, wo es möglich und sinnvoll sowie rechtlich zulässig ist, ständig digitaler.

42,7 Millionen Euro für die Digitalisierung

Mit dem Programm „Digitales Rathaus“ unterstützt der Freistaat die bayerischen Gemeinden, Landkreise und Bezirke bei der Bereitstellung von neuen Online-Diensten. Für das seit Oktober 2019 laufenden Förderprogramm stehen insgesamt 42,7 Millionen Euro bereit. Gemeinden, Zusammenschlüsse von Gemeinden sowie Gemeindeverbände im Freistaat Bayern können diese Zuschüsse im Zuge des Förderprogramms für die erstmalige Bereitstellung von Online-Diensten erhalten. Mit dem „Digitalen Rathaus“ leiste der Freistaat Bayern einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes im kommunalen Bereich, so Gerlach.