Kaufbeuren/Heilbronn

Sechs Punkte als Balsam für die Seele

Eishockey Vor der Deutschland-Cup-Pause verbessert sich der ESV Kaufbeuren in der DEL 2 auf den zehnten Platz
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Von VOn Stephan Sonntag
04.11.2019 | Stand: 16:07 Uhr

Mit einem Sechs-Punkte-Wochenende in der DEL 2 hat sich der ESV Kaufbeuren in die Deutschland-Cup-Pause verabschiedet. „Das tut uns richtig gut“, sagte Trainer Andreas Brockmann nach dem überraschenden, aber verdienten 5:3 (2:1, 1:2, 2:0)-Erfolg beim Überraschungsteam aus Heilbronn. Damit hat der ESV die Playdown-Ränge verlassen und sich auf Platz zehn verbessert.

Nach schweren Wochen und einer Serie von fünf verlorenen Spielen in Folge im Oktober startete der November schon mit dem 4:1-Stimmungsaufheller gegen Dresden. Bei den zweitplatzierten Falken setzten die Kaufbeurer den Aufwärtstrend nahtlos fort und revanchierten sich damit für die 2:8-Heimpleite Ende September.

„Wir haben sehr gut angefangen“, konstatierte Brockmann. Daniel Oppolzer und Max Schmidle sorgten jeweils in Überzahl mit einem Doppelschlag für die frühe 2:0-Führung. Chancen für weitere Treffer waren vorhanden. Doch wie schon so oft in dieser Saison bekam der ESV kurz vor Drittelende den Gegentreffer. Brock Maschmeyer verkürzte für die Falken auf 1:2.

„Zuletzt sind wir nach solchen Situationen meistens umgefallen“, sagte Brockmann, und seine Sorgen schienen zu Beginn des Mitteldrittels berechtigt. Heilbronn entfachte ein Dauerfeuer, Bryce Gervais erzielte den Ausgleich, Stefan Della Rovere brachte die Gastgeber erstmals in Führung. In dieser Phase drohten die Kaufbeurer auseinandergenommen zu werden. „Wir waren zu passiv“, sagte Brockmann. Doch begünstigt durch Strafen gegen Heilbronn, kam der ESV wieder ins Spiel. Erneut in Überzahl glich Julian Eichinger zum 3:3 aus.

„Im Schlussdrittel wollten wir das Spiel einfach mehr haben als der Gegner. Ein Riesen-Kompliment an meine Mannschaft“, sagte Brockmann mit Blick auf die letzten 20 Minuten. Sami Blomqvist mit dem dritten Überzahltreffer und Ossi Saarinen stellten den verdienten 5:3-Endstand her.

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„Das war zu wenig von uns. Die Special Teams waren heute ausschlaggebend. Ich kann mich an keinen geblockten Schuss erinnern. Läuferisch hat es mir auch nicht gefallen. Zudem war unser Fokus viel zu sehr auf die Schiedsrichter gerichtet“, fiel Falkentrainer Alexander Mellitzer nichts Positives zum Auftritt seiner Mannschaft ein.

Das Heilbronner Team bekam trotzdem die ganze Woche frei und startet erst am 11. November wieder mit dem Trainingsbetrieb. Der ESV arbeitet hingegen bis Mittwoch in erster Linie regenerativ weiter, ehe Brockmann seinen Männern fünf freie Tage gönnt. „Das Wichtigste ist, dass der Trainer mal frei hat“, sagte der 52-Jährige schmunzelnd. Die sechs Punkte schlugen sich eben nicht nur positiv in der Tabelle nieder, sondern hellten die gesamte Stimmungslage deutlich auf.

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