Vier neue Bands in 32 Stunden

So lief der erste Band-Workshop an der Musikschule Kaufbeuren

Beim Abschlusskonzert des Band-Workshops „5ButtonBeaz“ im Saal der Kaufbeurer Musikschule zeigte auch die Formation Different Flavours Of Icecream ihr Können.

Beim Abschlusskonzert des Band-Workshops „5ButtonBeaz“ im Saal der Kaufbeurer Musikschule zeigte auch die Formation Different Flavours Of Icecream ihr Können.

Bild: Harald Langer

Beim Abschlusskonzert des Band-Workshops „5ButtonBeaz“ im Saal der Kaufbeurer Musikschule zeigte auch die Formation Different Flavours Of Icecream ihr Können.

Bild: Harald Langer

In Kaufbeuren finden sich 20 junge Musiker zusammen, um in wenigen Tagen zu Gruppen zusammenzuwachsen. Das Abschlusskonzert zeigt, ob das Vorhaben gelungen ist.
26.04.2022 | Stand: 06:00 Uhr

„5ButtonBeaz“, so hieß der Band-Workshop, der erstmals an der Kaufbeurer Musikschule stattfand. 20 junge Musiker nahmen teil und sammelten – zusammengestellt in vier Bands – sowohl Erfahrungen zur eigenen Spieltechnik als auch zum Zusammenspiel in der Gruppe. Zum Abschluss präsentierten sie bei einem Konzert im voll besetzten Saal der Musikschule stolz die in nur wenigen Tagen erreichten musikalischen Fortschritte – und die waren beachtlich.

"Am Freitagabend waren alle erschöpft", sagt Dozent Tiny Schmauch aus Kaufbeuren

Die größte Herausforderung für Teilnehmer und Dozenten war wohl die Dauer des Workshops. „Am Freitagabend waren alle erschöpft“, berichtete Tiny Schmauch, „da lagen vier Tage mit je acht Stunden intensiver Bandarbeit hinter allen.“ Vollblutmusiker Schmauch war Initiator, Organisator und Dozent des Workshops. Gute Erfahrungen hatte er bereits mit drei derartigen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Kursen in Kempten gemacht. Auch in Kaufbeuren fand er offene Ohren bei den städtischen Abteilungen Kultur und Kaufbeuren-aktiv, der Volkshochschule sowie der Ludwig-Hahn-Sing- und Musikschule, die die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.

Etliche Songs wurden für das Abschlusskonzert einstudiert, einige auch wieder verworfen

Mit Niklas Rehle, Simon Kerler und Manfred Guggemos hatte Schmauch drei erfahrene Co-Dozenten an seiner Seite, die den jungen Leuten in allen Fragen zu Spieltechnik, Improvisation, Arrangement, Equipment und eben Bandarbeit zur Seite standen. Die Formationen waren im Wesentlichen nach dem Alter der Teilnehmer zusammengestellt worden. Gemeinsam mit ihren Dozenten suchten sie sich mehrere Songs aus, mit denen sie sich im Verlauf des Workshops auseinandersetzten. Einige wurde wieder verworfen. Schließlich blieben pro Combo vier, fünf Stücke übrig, die so intensiv einstudiert wurden, dass sie beim Abschlusskonzert präsentiert werden konnten.

Different Flavours Of Icecream will auch nach dem Workshop zusammenbleiben

Bereits mit ihrem ersten Song – „Smells Like Teen Spirit“ von Nirvana – ließen die vier Mädels und ihr männlicher Kollege von Different Flavours Of Icecream, der „ältesten“ Band des Workshops, hören und sehen, auf welch hohem Niveau sie sich bewegen. Auch bei ihren weiteren Stücken überzeugten die fünf jungen Leute instrumental und gesanglich auf ganzer Linie. „Ja, der Workshop hat eine Menge gebracht“, berichteten sie, und die Spielfreude und der Stolz über ihre Leistung stand ihnen während der gesamten Performance deutlich ins Gesicht geschrieben. Schön zu hören, dass die von Niklas Rehle betreute Gruppe zusammenbleiben will. Dyrtea nannte sich die nächste Formation, die gleich mit zwei Schlagzeugern antrat. Etwas jünger als Different Flavours Of Icecream verstand es auch diese Gruppe, mit Spielfreude und Musikalität die Herzen des Publikums zu gewinnen. Ihrem Coach Tiny Schmauch bereitete es sichtlich Vergnügen, die jungen Musiker bei ihrer Version von Europes „Final Countdown“ auf der Posaune zu begleiten.

Von 5 Promille gibt es „etwas auf die Ohren“

Dass es „etwas auf die Ohren“ geben würde, war schon beim Soundcheck der von Manfred Guggemos trainierten Jungs von 5 Promille klar. So muss eine verzerrte Gitarre klingen! Toll fand Guggemos auch, dass – nachdem anfangs keiner singen wollte – am Ende alle sangen. Von „Seven Nation Army“ bis zum Schluss-Song „Astronaut“ ließen die fünf nichts anbrennen. Die Band Notausgang schließlich startete mit einer AC/DC-Nummer ins Programm. Bei „Highway to Hell“ animierte das Quintett – gestenreich unterstützt vom Dozenten Simon Kerler – ebenso zum Mitsingen wie bei ihrem letzten Song, einer Reggae-Version des Bob Dylan-Klassikers „Knockin’ on Heaven’s Door“. So bleibt zu hoffen, dass diesem für die Teilnehmer kostenlosen Workshop weitere folgen. Denn der Band-Nachwuchs in Kaufbeuren kann sich sehen lassen.

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