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So werden die neuen Coronaregeln beim ESV Kaufbeuren umgesetzt

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Kümmert sich um die kleinen und großen Anliegen der Kaufbeurer Eishockey-Spieler: Armin Ratzesberger (vorne rechts) mit Joker-Stürmer John Lammers (links).

Bild: Mathias Wild

Kümmert sich um die kleinen und großen Anliegen der Kaufbeurer Eishockey-Spieler: Armin Ratzesberger (vorne rechts) mit Joker-Stürmer John Lammers (links).

Bild: Mathias Wild

Künftig gilt im Kaufbeurer Eisstadion die 2Gplus-Regel. Das muss auch Armin Ratzesberger, seit dieser Saison Vollzeitbetreuer der Joker, beachten.
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Von Thomas Schreiber
24.11.2021 | Stand: 17:45 Uhr

Seit dieser Saison ist Armin Ratzesberger als zusätzlicher Betreuer beim ESV Kaufbeuren im Einsatz. Der gebürtige Linzer ergänzt das Team um Manfred Meier und Joachim Kittel als Vollzeitkraft. Die Zeiten, in denen man den Betreuer nur zum Öffnen der Spielerbank wahrgenommen hat, sind im Profi-Eishockey längst vorbei. Inzwischen sind die Aufgabenfelder so umfangreich geworden, dass eine Vollzeitstelle entstanden ist. „Ich fühle mich in Kaufbeuren bereits wie zu Hause“, sagt der 27-Jährige, der zuvor einige Jahre bei den Black Wings Linz in der ersten österreichischen Liga angestellt war. „Ich habe über die Social-Media-Kanäle des Vereins von dieser Stelle erfahren“, erzählt Armin Ratzesberger, der seinen Wechsel bisher in keiner Minute bereut hat.

Beim Ex-Klub gab es Umstrukturierugen

„Ich habe hier in der Mannschaft und im Umfeld ein tolles Miteinander vorgefunden. Es macht Spaß, dabei mitzuwirken“, sagt der gemütliche Österreicher, der sich durchaus vorstellen kann, auch über die Saison hinaus für den ESVK zu arbeiten. Große Unterschiede zu seinem vorigen Arbeitgeber sieht der Betreuer nicht. „Man versucht überall die besten Bedingungen für die Mannschaft schaffen, das ist unsere primäre Aufgabe“, sagt Ratzesberger, dessen Abschied aus Linz sich jedoch abgezeichnet hatte. „Im Verein dort gab es einige Umstrukturierungen und es hat einfach nicht mehr so gepasst. Zudem wollte ich auch nach fast zehn Jahren mal etwas Neues erleben“, berichtet der Betreuer über seine Wechselgründe.

Tragischer Abschied beim ESVK

Dass er dabei offensichtlich eine gute Wahl getroffen hat, davon überzeugte er sich jüngst beim Auswärtsspiel in Bad Nauheim, wo ein langjähriger Weggefährte aus Linz nun als Equipment-Manager angeheuert hat. „Die Bedingungen in dem alten Stadion dort sind schon grenzwertig, dagegen haben wir in Kaufbeuren nahezu perfekte Zustände“, schwärmt der Betreuer über die hiesigen Arbeitsbedingungen. Aber auch die zwischenmenschlichen Beziehungen in der Kabine sind dem 27-Jährigen sehr wichtig. „Es freut mich auch, wenn man mit Teilen der Mannschaft mal ein Bier trinken kann oder noch zusammen zum Essen geht“, beschreibt Armin Ratzesberger die persönlichen Begegnungen im Verein. Aber auch die Beziehung zum Chef-Trainer ist ihm ganz wichtig. „Der Abschied von Rob war sehr tragisch, aber für alle vollkommen verständlich“, erinnert er sich an den überraschenden Abschied von Ex-Chef-Trainer Pallin zu Saisonbeginn. „Tray Tuomie habe ich bisher als einen akribischen Arbeiter mit einer sehr positiven Ausstrahlung erlebt“, sagt der Betreuer über seinen neuen Chef. Begeistert ist der Eishockey-Fan auch über die Stimmung in der heimischen Arena, die er als fantastisch beschreibt. Doch viel mehr Sorgen bereitet ihm die derzeitige Entwicklung der Coronazahlen.„Wir arbeiten in der Kabine schon sehr penibel an den Hygienemaßnahmen und auch die Reinigungsfirma macht einen prima Job“, beschreibt der Betreuer die Vorbeugemaßnahmen. Befindet sich Armin Ratzesberger nicht gerade im Eisstadion, dann gehört seine große Leidenschaft dem Fußball. „Meine ganze Familie ist beim SK St. Magdalena in Linz im Verein engagiert und da helfe ich auch in verschiedenen Bereichen mit, sofern ich das online über die Entfernung erledigen kann“, sagt der ehemalige Fußballer der hofft, dass endlich wieder Normalität in dieser Welt einkehrt.

Neue Regeln für das Heimspiel

Von Normalität wird zunächst einmal nichts zu spüren sein. Beim anstehenden Heimspiel gegen Bayreuth (Freitag, 19.30 Uhr), gilt erstmals die so genannte 2Gplus-Regel für die Fans auf der Tribüne. Zutritt zur Erdgas Schwaben Arena haben dann nur Personen, die geimpft oder genesen sind und zudem einen aktuellen Coronatest vorzeigen können. Dabei gilt: Zugelassen sind PCR-Tests, die nicht älter als 48 Stunden sind oder Schnelltests, die nicht älter als 24 Stunden sind. Zulässig sind obendrein auch die so genannten Selbsttests, sofern sie ebenfalls nicht älter als 24 Stunden sind. Diese müssen jedoch „unter Aufsicht“ gemacht worden sein. Von den Regeln ausgenommen sind kleine Kinder und Schülerinnen und Schüler, da diese in der Schule ohnehin regelmäßig getestet werden. Zugelassen sind im Stadion ohnehin nur noch so viele Personen, dass der Eineinhalb-Meter-Abstand eingehalten werden kann - der ESVK rechnet damit, dass rund 175 eingelassen werden können.