Hilfe für Kliniken

Nach SOS-Signal: Jetzt unterstützt die Bundeswehr Ostallgäuer Pflegekräfte

Vorständin Carolina Messerschmitt begrüßt acht Soldaten der Luftwaffe Kaufbeuren. Sie unterstützen das Pflegepersonal im Klinikum.

Vorständin Carolina Messerschmitt begrüßt acht Soldaten der Luftwaffe Kaufbeuren. Sie unterstützen das Pflegepersonal im Klinikum.

Bild: Klinikum Kaufbeuren

Vorständin Carolina Messerschmitt begrüßt acht Soldaten der Luftwaffe Kaufbeuren. Sie unterstützen das Pflegepersonal im Klinikum.

Bild: Klinikum Kaufbeuren

Das Klinikpersonal in Kaufbeuren und dem Ostallgäu ist am Limit. Soldaten packen jetzt mit an, um bei der Bewältigung der dramatischen Corona-Lage zu helfen.
09.12.2021 | Stand: 06:23 Uhr

Die dramatische Situation in den Häusern der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren hat die Vorstandschaft veranlasst, Unterstützung durch die Bundeswehr anzufordern. „Dank der unbürokratischen und schnellen Hilfe durch den Katastrophenschutz des Landkreises Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren wurde der Hilfeleistungsantrag innerhalb kürzester Zeit bewilligt. Wir sind sehr dankbar über die tatkräftige Hilfe durch die Bundeswehr“, so Vorständin Carolina Messerschmitt. Seit vergangenem Freitag leuchtet "SOS" an der Fassade des Kaufbeurer Klinikums. Die Aktion soll auf den kritischen Zustand auf den Intensivstationen aufmerksam machen.

Das Personal im Kaufbeurer Klinikum wird seit Montag an fünf Tagen der Woche von acht Soldaten des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe in Kaufbeuren (TAusbZLw) unterstützt. Der Einsatz läuft zunächst bis zum 23. Dezember.

In Füssen und Buchloe schon seit einer Woche im Einsatz

An der Klinik St. Josef in Buchloe sind schon seit Dienstag vergangener Woche Streitkräfte des TAusbZLw im Einsatz, die Pflegekräfte der Klinik Füssen werden von Soldaten des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 aus Füssen unterstützt. In der Klinik Füssen sowie in der Klinik St. Josef wechseln sich jeweils zehn Bundeswehrsoldaten ab, sodass täglich an sieben Tagen der Woche fünf von ihnen im Einsatz sind.

Bei den Tätigkeiten handelt es sich vor allem um patientenferne Dienstleistungen. Auf die Hilfeleistungen haben sich die Soldaten mit Einweisungen in Hygiene- und Datenschutz vorbereitet. Jetzt verteilen sie zum Beispiel Getränke an die Patienten, transportieren die Essenswagen oder Verbrauchsartikel und Betten. Auch persönliche Utensilien, die Angehörige am Empfang abgeben, bringen die Soldaten auf die Stationen. (Lesen Sie auch: 2G, 2G-Plus und Maskenpflicht: Diese Corona-Regeln gelten aktuell im Ostallgäu)

Es gibt viel zu tun für die Soldaten - 63 Covid-Patienten, 14 auf den Intensivstationen

Dort geben es neben der direkten Patientenbetreuung sehr viel zu tun: „Die Pflegekräfte stehen unter Volllast und wir sind froh, sie in diesen Bereichen etwas entlasten zu können“, erklärt Florian Hegenauer, Oberstabsgefreiter des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 aus Füssen. Bis zum 22. Dezember sind die insgesamt zwanzig Soldaten in den Kliniken Buchloe und Füssen tätig.

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In den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren (Kaufbeuren, Buchloe, Füssen) werden aktuell insgesamt 63 Patientinnen und Patienten mit einer Covid-Infektion behandelt, davon 14 intensivmedizinisch. In der Klinik St. Josef Buchloe sind es zehn Covid-Patienten, davon liegen fünf auf der Intensivstation. Die Klinik Klinik Füssen betreut 14 Covid-Patienten, davon drei intensivmedizinisch. Im Klinikum Kaufbeuren werden derzeit 39 Covid-Infizierte behandelt, darunter sechs auf der Intensivstation.

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