Kriminalität in Kaufbeuren

Statistik beweist: Kaufbeuren ist sicherste Stadt Südbayerns

Kaufbeuren war und ist im Vergleich zu anderen Städten sehr sicher.

Kaufbeuren war und ist im Vergleich zu anderen Städten sehr sicher.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Kaufbeuren war und ist im Vergleich zu anderen Städten sehr sicher.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Polizeipräsidentin lobt die hohe Aufklärungsquote. Jetzt legen die Beamten ihren Fokus auf den „Enkeltrick“. Warum solche Straftaten zugenommen haben.
22.07.2021 | Stand: 15:13 Uhr

Kaufbeuren war und ist im Vergleich zu anderen Städten sehr sicher. Das ist das Fazit des diesjährigen Sicherheitsgespräch mit dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West. In Südbayern gilt Kaufbeuren gar als die sicherste Stadt. Nach einleitenden Worten der Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner, stellte Polizeioberkommissar Jakob Wich von der Polizeiinspektion Kaufbeuren die aktuellen Werte für das Stadtgebiet vor.

In absoluten Zahlen wurden 2190 Straftaten gemeldet – ein Rekordtief. „Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West steht bayernweit überdurchschnittlich gut bei der Aufklärungsquote dar. Besonders lobenswert ist die Aufklärungsquote in Kaufbeuren, hier werden 74,7 Prozent aller gemeldeten Straftaten aufgeklärt“, kommentierte Strößner. Oberbürgermeister Stefan Bosse ergänzte, die niedrige Kriminalitätsrate sei für Kaufbeuren als Wohn- und Wirtschaftsstandort ein Aushängeschild. Er dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Polizeiinspektion und Kriminalpolizeistation Kaufbeuren für ihre Arbeit.

Weniger Fahrräder gestohlen

Zurückgegangen ist auch die Anzahl der Fahrraddiebstähle. Dies lasse sich darauf zurückführen, dass Brennpunktgebiete klar identifiziert und anschließend durch geeignete Maßnahmen, zum Beispielausgiebigere Bestreifung, Straftaten verhindert worden seien, so Wich.

Sogenannter "Enkeltrick" auf dem Vormarsch

Neuer Fokus liege nun auf der Vereitelung von Straftaten, die sich am Muster des „Enkeltricks“ orientieren. Dabei geben sich fremde Personen als Familienangehörige aus, die dringend Bargeld benötigen. Gerade die Pandemie hat viele Menschen vereinsamen lassen, damit werden sie leichter zu Zielen für Straftäter. In der Folge komme es immer wieder zu versuchten und teilweise auch erfolgreichen Übergaben von großen Mengen an Bargeld. Das wiederkehrende Tatmuster beinhalte großen psychischen und zum Teil auch physischen Druck für die Opfer, die von den Tätern teilweise mehrere Stunden regelrecht verhört werden.

Besonders perfide: Der Schockanruf

Eine besonders perfide Methode sei der sogenannte Schockanruf. Dabei werden Menschen urplötzlich mit einer vermeintlichen „Notlage“ konfrontiert. Die Täter suggerieren am Telefon, dass sich die Angehörigen nur mit Geld aus ihrer Notlage befreit werden können. Aufgrund dieser Belastung werden die oftmals älteren Menschen zur Übergabe von Bargeld gedrängt. Die Polizei rät, sich nicht einschüchtern zu lassen und niemals Bargeld an fremde Personen zu übergeben. Polizei und nahestehende Personen, wie zum Beispiel Kinder oder Enkel, sollten Betroffen umgehend informieren. Meistens gebe schon ein einfacher Anruf Klarheit, dass es den Angehörigen tatsächlich gut geht.

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