Gemeinderat Irsee

"Vernünftiger Brunnen" und seniorengerechtes Wohngebäude sollen kommen

St Stephan Irsee Brunnen I

Aus der Wasserstelle an der Irseer Friedhofskirche St. Stephan (links) soll ein Brunnen werden. Der Steinmetz Markus Schneller hat sich bei der Gestaltung am Brunnen auf der Südseite orientiert.

Bild: Harald Langer

Aus der Wasserstelle an der Irseer Friedhofskirche St. Stephan (links) soll ein Brunnen werden. Der Steinmetz Markus Schneller hat sich bei der Gestaltung am Brunnen auf der Südseite orientiert.

Bild: Harald Langer

Der Förderverein und die Gemeinde Irsee wollen die Wasserstelle an der Friedhofskirche verschönern. Ein Grundstücksbesitzer plant ein seniorengerechtes Wohnen.
10.04.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Auf der Südseite der Friedhofskirche St. Stephan gibt es schon seit Jahren einen Brunnen, der laut Bürgermeister Andreas Lieb „gut ankommt“. Deshalb strebt die Marktgemeinde Irsee an, die auf der Nordseite angebrachte Wasserstelle ebenfalls in „einen vernünftigen Brunnen“ umzuwandeln. Thomas Städele, Vorsitzender des Fördervereins St. Stephan, und Steinmetz Markus Schneller stellten dem Gemeinderat nun erste Pläne vor.

Schneller habe sich bei der Gestaltung am Brunnen an der Südseite orientiert und präsentierte ein „ähnliches Modell“. Der Standort, den er als eher „düstere, schattige Ecke“ beschrieb, brachte ihn auf die Idee, etwas Grün in den Brunnen zu integrieren. Dementsprechend soll er, beispielsweise durch Farn, bepflanzbar werden und aus Tuffstein bestehen. Dadurch nehme die Wandstärke etwas zu, der Durchmesser bleibe aber mit etwa 1,20 Meter fast gleich.

Gemeinderat Irsee und Förderverein könnten sich Kosten teilen

Lieb plädierte für einen Ortstermin, um die genaue Umsetzung zu bestimmen, motivierte den Rat aber, sich vorher für eine grundsätzliche Unterstützung des Projektes auszusprechen. Nach Schnellers Schätzung beliefen sich die Kosten auf etwa 15 000 Euro. Der Förderverein könne, so Städele, Zweidrittel davon übernehmen. Die Gemeinde will das restliche Drittel beisteuern.

Eine weitere Neuerung steht in der Neuen Straße an, wo ein Grundstücksbesitzer ein Wohnprojekt plant, sich aber mit der genauen Umsetzung unschlüssig ist. Deshalb bat er den Gemeinderat um Hilfe. Grundsätzlich strebe er laut Lieb seniorengerechtes und barrierefreies Wohnen an. Das Gebäude soll sich an der Architektur des Klosterbräu-Ensembles orientieren, berichtete Gemeinderat und Planer Max Kehrbaum. Er hätte den Eigentümer bereits um erste Skizzen und Referenzbilder gebeten, die dem Rat als Diskussionsgrundlage dienen können. In zwei Wochen wird erneut beraten.

Aufstellung des Lotti-Denkmals in Irsee soll verschoben werden

Lieb regte an, die eigentlich im Frühjahr geplante Aufstellung des Lotti-Denkmals (wir berichteten) zu verschieben, „damit wenigstens ein kleines Fest möglich ist“. Darüber hinaus informierte dritte Bürgermeisterin Dr. Angela Städele über eine Klausur, bei der man sich dafür ausgesprochen habe, eine Infrastruktur für Menschen mit höherem Pflegegrad im Ort zu schaffen. Sie soll eine durchgehende Betreuung gewährleisten und den Menschen ein dauerhaftes Leben im Dorf ermöglichen. Man befinde sich noch in der Entwurfsphase, Genaueres werde in Zukunft besprochen.

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Ein Einzelcarport im Bereich „Alter Sportplatz“, für den ein Antrag auf Befreiung vorlag, sorgte für Unklarheit, da vom Antragssteller weder die Befreiung genau formuliert noch begründet worden war. Der Carport sei zwar auf eigenem Grund geplant, verdecke aber zum einen teilweise den Schaugiebel, zum anderen „passt er da eigentlich nicht hin“, auch wenn er nicht „wirklich störe“, wie es Kehrbaum ausdrückte. Formulierung und Begründung der Befreiung müssten nachgeholt werden, weshalb der Rat den Antrag einstimmig ablehnte.

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