Holzbrücke in Kaufbeuren beschädigt und gesperrt

Warum die Autos in der Neugablonzer Straße jetzt schleichen müssen

Die Holzbrücke über der Neugablonzer Straße in Kaufbeuren ist für den Fußgängerverkehr gesperrt, seitdem der Übergang von einem Lastwagen gerammt wurde.

Die Holzbrücke über der Neugablonzer Straße in Kaufbeuren ist für den Fußgängerverkehr gesperrt, seitdem der Übergang von einem Lastwagen gerammt wurde.

Bild: Mathias Wild

Die Holzbrücke über der Neugablonzer Straße in Kaufbeuren ist für den Fußgängerverkehr gesperrt, seitdem der Übergang von einem Lastwagen gerammt wurde.

Bild: Mathias Wild

Die Holzbrücke über der Neugablonzer Straße in Kaufbeuren ist vorläufig gesperrt. Für Autofahrer gilt nun dort Tempo 30. Der Grund? Unvernünftige Fußgänger.
18.12.2020 | Stand: 07:00 Uhr

Der beschädigte Holzsteg über der Neugablonzer Straße beschäftigt die Kaufbeurer weiter. Der Fahrer eines Lastwagens hatte die Überführung Anfang November mit dem nicht vollständig eingefahrenen Kran auf seinem Sattelanhänger gerammt. Seitdem ist das durchaus stark frequentierte Fußgängerbrückchen aus Sicherheitsgründen gesperrt. Passanten sind angehalten, einen insgesamt etwa 300 Meter weiten Umweg über den nahen Kreisverkehr zu nehmen, um an der Querungshilfe dort die Neugablonzer Straße sicher zu überqueren.

Das ist einigen Fußgängern zu weit. Sie schlagen sich die Böschung hinunter, um direkt unterhalb der Brücke die starkbefahrene Straße zu queren. Ein gefährliches Unterfangen, zumal dort bisher Tempo 60 für die Autofahrer galt und der Abschnitt in einer Kurve liegt. Polizei und Stadt raten deshalb dringend davon ab. Zusätzlich gilt in diesem Abschnitt für den Autoverkehr neuerdings Tempo 30 – bis auf Weiteres. (Lesen Sie auch: Kaufbeurerin kritisiert fehlende Möglichkeiten, Neugablonzer Straße zu überqueren.)

Neugablonzer Brücke: 100.000 Euro Reparaturkosten

Denn bis die Brücke repariert und wieder freigeben werden kann, dauert es. Vermutlich bis zum zweiten Quartal 2021, wie Baureferent Helge Carl in der jüngsten Bauausschusssitzung mitteilte. Das Gutachten habe ergeben, dass es Schäden an einem Längs- und Querträger gebe. Teile müssten daher ausgetauscht, die Brücke geprüft werden. Eine ähnliche Reparatur aus dem gleichen Grund habe es bereits Mitte der 1990er Jahre gegeben. Die Stadt rechnet mit Kosten in Höhe von 100 000 Euro, die allerdings die Versicherung des Unfallverursachers übernehmen müsse.