Corona-Pandemie

Warum es in Kaufbeuren und im Ostallgäu keine Sonderaktionen beim Impfen gibt

Impfaktionen wie in Kempten oder Augsburg wird es in Kaufbeuren und im Ostallgäu nicht geben.

Impfaktionen wie in Kempten oder Augsburg wird es in Kaufbeuren und im Ostallgäu nicht geben.

Bild: Mathias Wild (Archiv)

Impfaktionen wie in Kempten oder Augsburg wird es in Kaufbeuren und im Ostallgäu nicht geben.

Bild: Mathias Wild (Archiv)

Was passiert, wenn in den Impfzentren mehr Wirkstoff ankommt? Alexander Denzel vom Bayerischen Roten Kreuz erklärt den Ablauf.
16.04.2021 | Stand: 18:11 Uhr

Viele Kommunen bieten gerade Sonderaktionen an, um den Wirkstoff von AstraZeneca zu verimpfen – in Kempten und Augsburg gibt es beispielsweise zusätzliche Termine, die bereits alle vergeben sind. Ab Montag, 19. April, sind Erstimpfungen mit dem Präparat von AstraZeneca in den Impfzentren nicht mehr möglich. Das Vakzin wird dann nur noch in Arztpraxen verabreicht.

In Kaufbeuren und im Ostallgäu wird es solche Angebote wie in Kempten und Augsburg allerdings nicht geben. „Wir nehmen von Sonderaktionen Abstand“, sagt Alexander Denzel vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK), das die Impfzentren in Kaufbeuren und Marktoberdorf betreibt.

Impfzentrum in Marktoberdorf länger geöffnet

Statt hunderte Menschen geballt an einem Tag zu impfen, verteilten sie den zusätzlichen Wirkstoff lieber im „normalen Impfbetrieb“. Das sei auch für die Bürger vorteilhafter, da es ihnen eine freiere Terminwahl ermögliche. „Wir haben unsere Kapazitäten sehr flexibel ausgeweitet“, sagt Denzel. In Marktoberdorf sei das Impfzentrum beispielsweise länger geöffnet.

„Letztendlich bekommt man immer so viel Impfstoff, wie man bestellt“, sagt Denzel. Überraschende Sonderlieferungen gebe es daher nicht. Da sie stets eine Woche im Voraus wüssten, wie viel Impfdosen ankommen, bliebe genügend Zeit, um zusätzliche Termine zu vereinbaren. Die wiederum schnell ausgebucht waren.

„Wir hatten keine Probleme, Leute zu finden, die sich impfen lassen wollen“, sagt Denzel. Auch mit dem umstrittenen Präparat von AstraZeneca. Einige Länder hatten die Impfungen mit dem Vakzin zeitweise ausgesetzt, weil es mehrere teils tödliche Fälle von Hirnvenenthrombosen gegeben hatte, die nach der Impfung aufgetreten waren. Dänemark hat kürzlich sogar angekündigt, dauerhaft auf das Präparat zu verzichten.

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Alles zur Corona-Krise auch im Newsblog der Allgäuer Zeitung.