Einzelhandel in Germaringen

Was den Familienbetrieb Wahmhoff so besonders macht

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„Die ganze Gemeinde dankt.“ Mit diesen Worten stattete Bürgermeister Helmut Bucher dem scheidenden Seniorchef im Germaringer Edeka, Benno Wahmhoff (Mitte), einen Besuch ab. Rechts Robert Wahmhoff, der den Lebensmittelladen nun in der vierten Generation fortführt.

Bild: Wahmhoff

„Die ganze Gemeinde dankt.“ Mit diesen Worten stattete Bürgermeister Helmut Bucher dem scheidenden Seniorchef im Germaringer Edeka, Benno Wahmhoff (Mitte), einen Besuch ab. Rechts Robert Wahmhoff, der den Lebensmittelladen nun in der vierten Generation fortführt.

Bild: Wahmhoff

Generationenwechsel im Germaringer Edeka: So danken Angehörige und Angestellte dem Seniorchef zum Abschied für viele gemeinsame Jahre.
17.07.2021 | Stand: 12:30 Uhr

Es ist viel mehr als ein Generationenwechsel, der sich im Obergermaringer Edeka vollzieht. Benno Wahmhoff übergibt die Leitung an seinen Sohn Robert. Der Senior geht nach mehr als 20 Jahren als selbstständiger Kaufmann in den Ruhestand. Ebenso seine Schwester Hildegard. „In all der Zeit hast du es geschafft, den Familienbetrieb mit Ehefrau, Schwestern, Schwägerinnen, Nichten, Sohn und treuen Angestellten zusammenzuhalten“, dankten die Familie und die Beschäftigten ihm im Gemeindeblatt. Gleichzeitig sei es Wahmhoff gelungen, das Geschäft in der Hauptstraße mit vielen treuen und langjährigen Kunden erfolgreich zu führen.

110 Jahre Tradition in Germaringen

So viel Würdigung ist selten, für Bürgermeister Helmut Bucher aber selbstverständlich. Es sei schon beeindruckend, wie es der ganzen Familie gelungen sei, über drei Generationen das Geschäft zu führen. Die Gemeinde sei hoch erfreut, dass der Familienbetrieb seit 110 Jahren besteht und mit der Übergabe an den Sohn nun in der vierten Generation fortgesetzt wird.

Die Anfänge zeigen sich mit Blick in die Germaringer Ortschronik, in der es Aufzeichnungen über das Kolonialwarengeschäft von Martin Mayrhofer in der Hauptstraße 11 (einst Hausnummer 75) gibt. Das historische Bild an der Kasse des heutigen Edeka zeigt das Gebäude, in dem alles begann.

Oma Wahmhoff führte den Betrieb viele Jahre

Über viele Jahre führte „Oma Wahmhoff“, wie sie von den Germaringern liebevoll genannt wurde, das Geschäft mit ihrem Ehemann. Sohn Benno hatte seinen Beruf als Groß- und Außenhandelskaufmann im Unternehmen J. J. Probst erlernt und war dort auch seiner künftigen Ehefrau Elisabeth erstmals begegnet. Später richtete er Läden der Firma SPAR ein. 1999 übernahm er den Lebensmittelladen von Oma Wahmhoff in Germaringen und führte ihn in ihrem Sinne weiter. „Der Abschied ist mir sehr schwer gefallen, aber irgendwann muss man einen Schlussstrich ziehen“, hatte die Seniorchefin seinerzeit gesagt.

Ein Geschenkkorb aus dem eigenen Haus

Auch Benno Wahmhoff dürfte der Abschied nun nicht leicht gefallen sein, vermutet sein Sohn Robert. Aber es sei eben ein Schritt auch in den wohlverdienten Ruhestand. Bürgermeister Helmut Bucher hatte bei seinem Besuch übrigens mehr als Dankesworte für die Familie dabei. Für Benno Wahmhoff und seine Frau Elisabeth gab es Blumen und einen Geschenkkorb. Natürlich einen von Edeka.

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