In Kaufbeuren hängen die ersten Lichterketten

Weihnachtsstimmung gegen den Corona-Blues in Kaufbeuren

Langsam kommt in Kaufbeuren die vorweihnachtliche Stimmung auf, nach der sich so viele Menschen in Corona-Zeiten sehnen, etwa hier in der Ecke Ludwig- und Sedanstraße.

Langsam kommt in Kaufbeuren die vorweihnachtliche Stimmung auf, nach der sich so viele Menschen in Corona-Zeiten sehnen, etwa hier in der Ecke Ludwig- und Sedanstraße.

Bild: Mathias Wild

Langsam kommt in Kaufbeuren die vorweihnachtliche Stimmung auf, nach der sich so viele Menschen in Corona-Zeiten sehnen, etwa hier in der Ecke Ludwig- und Sedanstraße.

Bild: Mathias Wild

Rechtzeitig zum angekündigten ersten Schnee dekorieren Kaufbeurer Bauhof-Mitarbeiter die Gassen weihnachtlich. Was in Corona-Zeiten anders ist als sonst.
20.11.2020 | Stand: 07:52 Uhr

Es ist ein Lichtblick in finsteren Corona-Zeiten. Genau genommen sind es viele hundert Lichtblicke. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes sind derzeit dabei, die Straßenzüge in Kaufbeuren und Neugablonz weihnachtlich zu schmücken. Immer mehr dieser Überspannungen finden sich in den Gassen der Altstadt. „Das macht uns auch Freude“, sagt Günter Nentwich, Abteilungsleiter Elektrotechnik beim städtischen Bauhof. „Die Kaufbeurer warten da ja jedes Jahr förmlich drauf.“

Historisches Ambiente ins beste Licht gerückt

Gut 80 Überspannungen, also Lichterketten von Haus zu Haus über eine Straße hinweg, werden in den nächsten Tagen hängen. An den Leitungen hängen die Himmelskörper, die das historische Ambiente der Altstadt ins beste Licht rücken.

Was heuer in Kaufbeuren alles anders ist

Heuer ist auch für die Beschäftigten des Bauhofes einiges anders. Denn das Vorweihnachtsprogramm wurde reduziert. Kein Weihnachtsmarkt und keine Lebende Krippe (wegen Corona), kein Adventskalender an der Rathaus-Fassade (wegen des Schimmelbefalls beim letzten Mal). Gerettet ist dafür der angeblich weltgrößte Adventskranz am Neptunbrunnen, der nach dem coronabedingten Rückzug des THW nun rechtzeitig zum 1. Advent von Patienten der Forensik unter Anleitung ihrer Betreuer aufgebaut wird. Nie infrage stand die Weihnachtsbeleuchtung. Auch der große Stern, im Volksmund „Stargate“ genannt, der vergangenes Jahr Premiere feierte, steht bald wieder in der Fußgängerzone. Wo, ist laut Nentwich noch unklar. Dazu die gewohnten Blickfänge, wie das geschmückte Hexenhäuschen am Kemptener Tor und die Lichtervorhänge am Stadttheater.

Baumspenden ganz ohne Aufruf

Bald stehen auch wieder die Christbäume, die jedes Jahr gespendet werden. „Ein Aufruf der Stadt war diesmal gar nicht nötig“, sagt Georg Trautwein vom Bauhof. Bereits im Spätsommer seien erste Angebote eingegangen – Tannen und Fichten aus Privatgärten, die ohnehin gefällt worden wären.