Neue Idee für leerstehendes Geschäft in Kaufbeuren

Wie das Konzept "Freiraum" zur Diskussion anregen will

Die „Freiraum“-Organisatoren Kilian Herbschleb (rechts) und Till Nißle planen einen Veranstaltungsort der besonderen Art.

Die „Freiraum“-Organisatoren Kilian Herbschleb (rechts) und Till Nißle planen einen Veranstaltungsort der besonderen Art.

Bild: Kaufbeuren-aktiv

Die „Freiraum“-Organisatoren Kilian Herbschleb (rechts) und Till Nißle planen einen Veranstaltungsort der besonderen Art.

Bild: Kaufbeuren-aktiv

Die leerstehende Ladenfläche des ehemaligen Modemarktes Adler in Kaufbeuren wird neu belebt. Dort sollen eine Bühne und Begegnungsmöglichkeiten entstehen.
Die „Freiraum“-Organisatoren Kilian Herbschleb (rechts) und Till Nißle planen einen Veranstaltungsort der besonderen Art.
Von Allgäuer Zeitung Redaktion
28.09.2020 | Stand: 13:13 Uhr

Von A wie Ausstellungen bis W wie Workshops: Kaufbeuren bekommt am Samstag, 10. Oktober, für sechs Wochen einen Pop-Up-Store der besonderen Art. Die leerstehende Ladenfläche des ehemaligen Modemarktes Adler wird zur Bühne und Begegnungsfläche. Auf 1.500 Quadratmetern sollen bis Sonntag, 22. November, Ausstellungen, Konzerte, Diskussionsrunden und Workshopsstattfinden. Die Veranstalter, der Stadtjugendring Kaufbeuren und Kaufbeuren-aktiv, planen ein Programm mit jeder Menge Freiraum für Künstler und weitere Teilnehmer. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Gleichberechtigung, Diversität, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Klimaschutz, Diskussionskultur und gesellschaftliches Engagement. Das genaue Programm soll demnächst bekannt gegeben werden.

Ehemaliges Geschäft wird zur Begegnungsfläche

„Ich bekomme täglich eine Million Vorschläge für Online-Veranstaltungen, aber ganz ehrlich, das funktioniert doch nur begrenzt und die Lust der Leute darauf geht auch immer mehr zurück“, sagt Kilian Herbschleb vom organisierenden Stadtjugendring. „Und gerade beim Thema Demokratie brauchen wir Begegnung und einen Raum auf Augenhöhe der unterschiedliche Argumente zulässt und zusammenführt und nicht die Anonymität des Internets.“ Mit dem Projekt Freiraum sei es möglich, einen Rahmen und eine Begegnungsstätte zu schaffen, in dem man unter Einhaltung aller Corona-Hygieneregeln miteinander ins Gespräch kommen kann.

Von Pressefreiheit bis Rassismus

Aktionen speziell mit Schulen und Jugendgruppen sind ein fester und wichtiger Bestandteil von Freiraum. Dabei reicht die geplante Themenvielfalt von Diskussionskultur und Pressefreiheit, über Strategien gegen Rassismus bis hin zu gesellschaftlichem Engagement. „Speziell die aktuelle Situation im Flüchtlingslager in Moria zeigt, wie komplex die Probleme sind, vor denen die Weltgemeinschaft in diesen Zeiten steht“, sagt Herbschleb.