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NS-Verbrechen

Wie starb die Oberthingauerin Veronika Zettler am 10. Februar 1945 wirklich?

Während ihrer Untersuchungshaft im Kaufbeurer Gefängnisturm kam Veronika Zettler unter ungeklärten Umständen zu Tode.

Während ihrer Untersuchungshaft im Kaufbeurer Gefängnisturm kam Veronika Zettler unter ungeklärten Umständen zu Tode.

Bild: Mathias Wild (Archiv)

Während ihrer Untersuchungshaft im Kaufbeurer Gefängnisturm kam Veronika Zettler unter ungeklärten Umständen zu Tode.

Bild: Mathias Wild (Archiv)

Veronika Zettler und Johann Heider wurde ihre Kriktik am Hitler-Regime zum Verhängnis. Der Tod der Oberthingauerin Zettler in Kaufbeuren wirft viele Fragen auf.
01.08.2021 | Stand: 10:28 Uhr

Es sind Untaten, die auch nach gut 75 Jahren noch tief bewegen. „Was sind wir nur für ein Volk? Dann hängen wir eine Tafel hin und alles ist gut – nichts ist gut!“ Mit diesen Worten verließ ein aufgewühlter Zuhörer den Vortrag von Filmemacher Leo Hiemer und Geschichtsforscher Albert Eichmeier im Kaufbeurer Stadtsaal. Thema des Abends waren das Leben und vor allem der gewaltsame Tod der Oberthingauer Gastwirtin Veronika Zettler und des Unterthingauer Kaminkehrers Johann Heider. Beide waren in der Endphase des Zweiten Weltkriegs wegen „Wehrkraftzersetzung“ angeklagt. Heider wurde am 21. August 1944 in Brandenburg an der Havel wegen eines Briefes hingerichtet, in dem er seinen Neffen aufforderte, sich vor dem Einsatz an der Front zu drücken. Zettler kam während ihrer Untersuchungshaft im Kaufbeurer Gerichtsgefängnis am 10. Februar 1945 unter mysteriösen Umständen ums Leben.

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