Abitur in der Corona-Pandemie

Abiturienten des Hildegardis-Gymnasiums feiern im Kemptener Illerstadion Zeugnisübergabe

Lieselotte Armbruster (von links) schrieb die beste Deutsch-Abiturarbeit, Benjamin Dürr hielt die Abiturrede, Carmen Monzer hatte mit 1,1 den besten Abiturschnitt und Leonie Limberger wurde für besondere Verdienste um die Schulgemeinschaft ausgezeichnet.

Lieselotte Armbruster (von links) schrieb die beste Deutsch-Abiturarbeit, Benjamin Dürr hielt die Abiturrede, Carmen Monzer hatte mit 1,1 den besten Abiturschnitt und Leonie Limberger wurde für besondere Verdienste um die Schulgemeinschaft ausgezeichnet.

Bild: Hildegardis Gymnasium

Lieselotte Armbruster (von links) schrieb die beste Deutsch-Abiturarbeit, Benjamin Dürr hielt die Abiturrede, Carmen Monzer hatte mit 1,1 den besten Abiturschnitt und Leonie Limberger wurde für besondere Verdienste um die Schulgemeinschaft ausgezeichnet.

Bild: Hildegardis Gymnasium

Im Kemptener Illerstadion bekamen am Freitag die Abiturienten des Hildegardis-Gymnasiums ihre Zeugnisse überreicht. Wie sie in die Zukunft blicken.
20.07.2021 | Stand: 16:45 Uhr

Wo sonst Läuferinnen und Läufer ihre Bahnen drehen oder Fußballfans mit ihrem Team mitfiebern, fand in diesem Jahr die Abiturfeier des Hildegardis-Gymnasiums Kempten statt. Auf der Tribüne des Illerstadions nahmen neben den Schülerinnen und Schülern auch Familie und Freunde Platz und konnten so am Freitag mit Abstand die Zeugnisvergabe erleben.

Acht Abiturienten fehlen nach Urlaub in Kroatien - Zeugnisvergabe sorgt bei "Hilde"-Schülern trotzdem für Freude

Vieles sei anders gewesen in den vergangenen zwei Schuljahren. Während der Corona-Pandemie verbrachten die Abiturienten fast ihre gesamte Oberstufenzeit mit Abstand, Maske oder im Distanz- und Wechselunterricht. Eines bleibe aber trotz allem gleich: der Stolz der Abiturientinnen und Abiturienten über ihr Reifezeugnis. Lehrerin und Oberstufenkoordinatorin Lisa Steidele sagte: „Die Abiturientinnen und Abiturienten haben wirklich Großartiges geleistet.“ Abschlussschüler Benjamin Dürr blickt in seiner Rede mit einem Augenzwinkern auf diese turbulente Zeit zurück: „Eine Lehre aus zwölf Jahren Schule? Frei nach Virginia E. Wolff: ,Wenn dir das Leben eine Zitrone reicht, verlange nach Salz und Tequila‘.“

In seiner Abiturrede sagte Abschlussschüler Benjamin Dürr: "Eine Lehre aus 12 Jahren Schule? Frei nach Virginia E. Wolff: ,Wenn dir das Leben eine Zitrone reicht, verlange nach Salz und Tequila'."
In seiner Abiturrede sagte Abschlussschüler Benjamin Dürr: "Eine Lehre aus 12 Jahren Schule? Frei nach Virginia E. Wolff: ,Wenn dir das Leben eine Zitrone reicht, verlange nach Salz und Tequila'."
Bild: Hildegardis Gymnasium

Auch bei den Feierlichkeiten im Illerstadion machte sich die Pandemie bemerkbar, denn nicht alle 100 Abschlussschüler waren mit dabei. Acht von ihnen befinden sich nach ihrer Abiturfahrt in Quarantäne. Laut Gesundheitsamt Oberallgäu „aufgrund des diffusen und unklaren Infektionsgeschehens vor Ort in Kroatien“. Ein nachvollziehbarer Grund, sagte Schulleiter Markus Wenninger, doch seien die betroffenen Schüler traurig, die Feier verpasst zu haben.

Was Faustzitate und Mitternachtsformel wohl bringen? Wie Schüler und Schulleiter des Hildegardis-Gymnasiums in die Zukunft blicken

Schulorchester, Blumenschmuck und Luftballons sorgten für eine festliche Atmosphäre. Neben all der Freude schwang auch etwas Wehmut bei der Feier mit. „Einerseits ist man froh, nicht mehr in die Schule gehen zu müssen, andererseits ist es auch irgendwie schade“, sagte Abiturientin Leonie Limberger.

Während viele ihrer Klassenkameraden direkt mit Ausbildung oder Studium starten, wolle sie erst einmal reisen. „Ich bin schon jetzt auf das erste Abitreffen gespannt, ob uns Faustzitate und die Mitternachtsformel weitergebracht haben“, sagte Limberger.

Abiturientin und Preisträgerin Leonie Limberger sagte: "Einerseits ist man froh, nicht mehr in die Schule gehen zu müssen, andererseits ist es auch irgendwie schade, weil ich immer gern zur Schule gegangen bin. (...) Auf jeden Fall bin ich auf das erste Abitreffen gespannt, ob uns Faustzitate und die Mitternachtsformel auf unserem Berufsweg weitergebracht haben."
Abiturientin und Preisträgerin Leonie Limberger sagte: "Einerseits ist man froh, nicht mehr in die Schule gehen zu müssen, andererseits ist es auch irgendwie schade, weil ich immer gern zur Schule gegangen bin. (...) Auf jeden Fall bin ich auf das erste Abitreffen gespannt, ob uns Faustzitate und die Mitternachtsformel auf unserem Berufsweg weitergebracht haben."
Bild: Hildegardis Gymnasium

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Schulleiter Markus Wenninger ist sich sicher, dass die Abiturientinnen und Abiturienten nach ihrer Zeit am „Hilde“ so einiges erreichen könnten. Besonders freue ihn auch, dass insgesamt 38 Schüler eine Eins vor dem Koma hatten. Er sagte: „Nehmt mit dem Abi-Zeugnis in der Hand ein Ziel ins Visier und scheut auch nicht den einen oder anderen Höhenflug.“

Hierfür bekommen Abiturienten des Hildegardis-Gymnasiums Kempten Preise

  • Jahrgangsbeste: Carmen Monzer (1,1), Lieselotte Armbruster (1,2), Luisa Bernhardt (1,2), Tim Bitter (1,2), Kilian Krapp (1,2), Carina Letscher (1,2), Laura Schmidt (1,2).
  • Preis der Stadt Kempten für den besten Abituraufsatz: Lieselotte Armbruster.
  • Bio-Zukunftspreis 2021 der Stiftung Kultur, Mensch und Natur: Luisa Bernhardt.
  • Preis der Günther-Uber-Stiftung für herausragende Leistungen in Mathematik und Physik: Carmen Monzer.
  • Abiturpreis Mathematik der Deutschen Mathematiker Vereinigung: Doreen Allgayer.
  • Buchpreis und einjährige Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft: Niclas Stoll. Einjährige Mitgliedschaft in der Gesellschaft: Nico Vetter, Benjamin Dürr.
  • Preise des Freundeskreises Hildegardis-Gymnasium für Abiturienten und Abiturientinnen, die sich in besonderem Maße um die Schulgemeinschaft verdient gemacht haben: Tamira Krauspe, Leonie Limberger, Jamie Mäusle, Julian Wartenberg.
  • Auszeichnung der Studienstiftung des deutschen Volkes für gute Noten, breite Interessen und soziale Verantwortung: Carmen Monzer.
  • Vorgeschlagen zur Förderung durch das Cusanuswerk: Laura Schmidt und Carina Letscher.

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