Am 4. und 5. Dezember in Kempten

Servus, Alpin-Museum! Am Wochenende wird in Kempten Abschied gefeiert

Alpin Museum

Nur noch einen Monat lang im Alpin-Museum in Kempten zu sehen: die Ausstellungen „Leuchtendes Mittelalter“ und Exponate zum Alpinismus.

Bild: Martina Diemand

Nur noch einen Monat lang im Alpin-Museum in Kempten zu sehen: die Ausstellungen „Leuchtendes Mittelalter“ und Exponate zum Alpinismus.

Bild: Martina Diemand

Das Alpin-Museum in Kempten schließt Ende Dezember. Zum Abschied gibt es ein buntes Programm für die ganze Familie. Welcher Höhepunkt beim Fest geplant ist.
30.11.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Das Alpin-Museum im Marstall in Kempten schließt Ende des Jahres 2021 seine Türen. Aus diesem Anlass feiert das alpingeschichtliche Haus am Wochenende 4. und 5. Dezember Abschied – mit einem bunten Programm für die ganze Familie. Geplant sind Führungen, eine szenische Lesung, Theater und zwei offene Workshops.

In der Ausstellung „Leuchtendes Mittelalter“ kann zudem ein Teil der Weihnachtskrippe des Bildhauers Ludwig Weiß besichtigt werden. Die zwischen 1820 und 1843 entstandene Krippe besteht aus 250 Figuren und 19 Gebäuden. Sie gehört zu den bedeutendsten Biedermeierkrippen in Bayern. Außerdem ist der Eintritt zum Museum im gesamten Dezember frei.

Alpin-Museum in Kempten macht zu: Eröffnet wurde es im Jahr 1990

30 Jahre lang hat es auf drei Etagen die Bedeutung der Alpen als Lebensraum für Pflanzen und Tiere sowie als Erholungsort für die Menschen erzählt. Als Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums wurde es in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein aufgebaut.

Im Erdgeschoss ist seit Jahren die Ausstellung „Leuchtendes Mittelalter“ zu sehen. Gezeigt werden sakrale Kunstwerke, die früher in der Alpenländischen Galerie ausgestellt waren. Dabei sind nicht nur Heiligenfiguren, Altäre und Gemälde mit biblischen Szenen des 14. bis 16. Jahrhunderts ins Licht gerückt, sondern es wird auch erklärt, wie die Kunst-Handwerker jener Zeit arbeiteten, was hinter den Werken steckt und welche Bezüge sie zu Kempten haben.

Blick in die Ausstellung "Leuchtendes Mittelalter" im Alpin Museum.
Blick in die Ausstellung "Leuchtendes Mittelalter" im Alpin Museum.
Bild: Martina Diemand

Schließen muss das gesamte Haus, weil die Räume als Zwischenlager für den anstehenden Depot-Umzug dienen werden. Außerdem spart sich die Kulturverwaltung Geld, das sie bei anderen Projekten gut brauchen kann angesichts enger werdender finanzieller Spielräume. Ab 2023 könnte der Marstall baulich ertüchtigt werden – in Vorbereitung auf eine potenzielle Landesausstellung und hinsichtlich der geplanten Umwandlung in ein späteres Allgäu-Museum.

Geschichte vom Wettlauf zum Matterhorn-Gipfel wird zum Programm-Highlight

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Ein Programm-Höhepunkt der Abschiedsfeierlichkeiten stellen zwei szenische Lesungen zur Erstbesteigung des Matterhorns am 4. Dezember dar. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts galt der gefährliche Berg als unbesteigbar.

Unter dem Titel „Empor! Der Wettlauf zum Gipfel des Matterhorn“ erinnern die beiden Schauspieler Christian Kaiser und Wolfgang Griep an die hochdramatische, tragische Erstbesteigung und zeichnen ein Psychogramm des ehrgeizigen, egozentrischen Bergführers Peter Taugwalder, den der Schweizer Schauspieler Christian Kaiser verkörpert. Wolfgang Griep wird als Erzähler und als Richter zu erleben sein. Aus vielfältigem Textmaterial, aus Zeugenberichten und literarischen Quellen soll der Wettlauf zum Gipfel des Matterhorns lebendig werden. Die szenische Lesung dauert 90 Minuten. Der Eintritt ist frei. (Lesen Sie auch: Die fünfte Jahreszeit fällt heuer ins Wasser - die Narren blasen Trübsal)

Das Programm am 4. und 5. Dezember:

Samstag, 4. Dezember

  • 11 und 16 Uhr: Szenische Lesung „Empor! Der Wettlauf zum Gipfel des Matterhorn“ mit den Schauspielern Christian Kaiser und Wolfgang Griep
  • 12 Uhr: Theaterführung mit der Theaterpädagogin Gabi Scheidl
  • 13 Uhr: Führung durch die Sonderausstellung „Leuchtendes Mittelalter“
  • 14 Uhr: Führung durch die Ausstellung des Alpin-Museums zur Bedeutung der Alpen als Lebensraum für Pflanzen und Tiere sowie als Erholungsort für die Menschen im Wandel der Zeit
  • 15 Uhr: Theater Ferdinande spielt das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ (mit Eintrittsgebühr)
  • 15 Uhr: Abschiedsführung durch das Alpin-Museum mit Dr. Sybe Wartena (Referent des Bayerischen Nationalmuseums) und Friederike Kaiser (Geschäftsbereichsleiterin Kultur vom Deutschen Alpenverein)

Sonntag, 5. Dezember

  • 11 Uhr: Theater Ferdinande spielt das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ (mit Eintrittsgebühr)
  • 12 Uhr: Theaterführung mit der Theaterpädagogin Gabi Scheidl
  • 13 Uhr: Führung durch die Ausstellung „Leuchtendes Mittelalter“
  • 14 Uhr: Führung durch die Ausstellung des Alpin-Museums zur Bedeutung der Alpen als Lebensraum für Pflanzen und Tiere sowie als Erholungsort für die Menschen im Wandel der Zeit

Mitmach-Aktionen beim Abschiedsfest

Die Mitmach-Aktionen finden am Samstag und Sonntag für alle ab 6 Jahren statt:
  • Alles Gold was glänzt! Mittelalterliche Malerei Nach dem Motto „Bilder zum Leuchten bringen“ kann bei dieser Malaktion zur Ausstellung „Leuchtendes Mittelalter“ das Malen auf Glas und durchsichtigem Kunststoff ausprobiert werden.
  • Fossilien – Erdgeschichte zum Anfassen! In dieser Mitmachaktion begibt man sich auf die Suche nach Spuren frühen Lebens, kann Fossilien und Versteinerungen kennen lernen und für sich selbst die Kopie eines Fossils anfertigen.
Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Eintritt frei – ausgenommen Theater Ferdinande. Es gilt die 2G-plus-Regel. (Lesen Sie auch: Sollten Schulen im Hotspot offenbleiben? Das sagen Marktoberdorfer Rektoren und Elternvertreter dazu)