Freilichtbühne Altusried

Altusrieder Freilichtspieler wagen ein sommerliches Experiment

Sie bereiten sich aufs Picknick-Theater vor (von links): Martina Schmidt-Klüpfel, Roland Wintergerst, Sebastian Heerwart, Johanna Klüpfel und Gertrud Hiemer-Haslach.

Sie bereiten sich aufs Picknick-Theater vor (von links): Martina Schmidt-Klüpfel, Roland Wintergerst, Sebastian Heerwart, Johanna Klüpfel und Gertrud Hiemer-Haslach.

Bild: Martina Diemand

Sie bereiten sich aufs Picknick-Theater vor (von links): Martina Schmidt-Klüpfel, Roland Wintergerst, Sebastian Heerwart, Johanna Klüpfel und Gertrud Hiemer-Haslach.

Bild: Martina Diemand

In den nächsten Wochen gibt es „Picknick-Theater“ auf der Freilichtbühne in Altusried. Besucher können in lockerer Atmosphäre eine Komödie kucken und Musik hören.
07.07.2021 | Stand: 18:06 Uhr

Theater schauen, Musik hören und nebenbei unter freiem Himmel picknicken: Das hört sich nach einer coronakonformen Veranstaltungsform an. Die Idee zu dieser lockeren Art des (Kultur-)Genusses hatten die Altusrieder Freilichtspieler aber schon vor der Pandemie. Nur verwirklichen konnten sie diese bisher nicht. Nun ist die Gelegenheit günstig wie nie auf der Freilichtbühne in Altusried: Wegen der Corona-Pandemie finden in diesem Sommer weder Freilichtspiele noch Open-Air-Konzert statt. Stattdessen gibt es nun „Picknick-Theater“ in ungezwungener Atmosphäre und in kleinem Rahmen.

"Wir hatten Lust auf ein kleines Format", sagt Johanna Klüpfel

Treibende Kräfte sind Johanna Klüpfel und Sebastian Heerwart, die künstlerische Leiterin und der Geschäftsführer der Allgäuer Freilichtspiele. „Wir hatten Lust auf ein kleines Format, das wir nicht auf der großen Bühne zeigten können“, erläutert Klüpfel. Im normalen Spielbetrieb lasse sich das aber nicht realisieren – aus zeitlichen, organisatorischen und personellen Gründen. Nachdem nun schon die zweite Saison coronabedingt ausfällt, holten sie das Konzept aus der Schublade, passten es den momentanen Bedingungen an – und sind nun gespannt, wie das Picknick-Theater auf dem Platz vor der großen Tribüne ankommt. 150 Liegestühle stehen für die Zuschauer bereit. Sie können aber auch selbst Decken und Klappstühle mitbringen, ebenso Essen und Trinken. Getränke können sie zudem in einer kleinen Bar nebenan kaufen. „Wir betreten damit Neuland“, sagt Klüpfel. „Das ist ein Experiment.“

Nach einem One-Night-Stand trifft sich das Paar wieder ...

Künstlerisch besteht das Experiment hauptsächlich aus einem Theaterstück mit Musik. Zwölf Mal wird „Eine Sommernacht“ von David Greig und Gordon McIntyre aufgeführt, erstmals am 16. Juli. Es geht um ein Paar (Martina Schmidt-Klüpfel, Roland Wintergerst), das sich nach einem One-Night-Stand nochmals trifft und einen langen, verrückten Sommerabend genießt. Für Musik – und mitunter auch Gesang – sorgen Gertrud Hiemer-Haslach, Tatjana Göppel (beide Klavier) sowie Michael Juhas (Gitarre). Beginn ist immer um 18 Uhr – damit das Tageslicht genutzt werden kann. Denn unterstützende Technik (Ton/Licht) wird es kaum geben.

Johanna Klüpfel und Sebastian Heerwart führen Regie

Johanna Klüpfel und Sebastian Heerwart führen nicht nur Regie bei diesem Theater nach elisabethanischem Vorbild mit Kulinarischem und ungezwungener Kommunikation. Sie sind zudem für Werbung und Organisation zuständig. Und für das Programm. In den Theaterreigen haben sie drei Konzerte eingestreut; es könnten aber noch mehr werden. Den Auftakt macht das eng mit der Freilichtbühne verbundene Frauen-Duo Gertrud Hiemer-Haslach und Katharina Jähle. Sie geben am Samstag, 10. Juli (18 Uhr) ein Konzert„Wir wollen eine Stunde lang leichte Kost zu einem hoffentlich lauen Sommerabend bieten“, sagt Sängerin und Pianistin Hiemer-Haslach. Sie hat auch die Musik zum Sommernacht-Theater arrangiert.

Beim Projekt Picknick-Theater macht sie mit, weil ihr wichtig ist, „dass die Bühne nicht verwaist“. Und weil sie das etwas andere Format spannend findet. „Hoffentlich wird es auch angenommen.“

Karten gibt es nur an der Abendkasse.

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