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Stalking-Prozess

Amtsgericht Kempten: Hat eine Mutter ihre Tochter gestalkt?

Auch vor der neuen Wohnung der Frau tauchte die Mutter unvermittelt auf.

Auch vor der neuen Wohnung der Frau tauchte die Mutter unvermittelt auf.

Bild: Jens Büttner/dpa (Symbolfoto)

Auch vor der neuen Wohnung der Frau tauchte die Mutter unvermittelt auf.

Bild: Jens Büttner/dpa (Symbolfoto)

Eine 32-Jährige zeigt ihre Mutter wegen Stalkings an. Zuvor hatte sie Wohnort und Arbeitsstelle gewechselt. Der Richter spricht die 52-jährige Frau jedoch frei.
14.04.2021 | Stand: 06:21 Uhr

Nachstellung – der deutsche Begriff für Stalking – sei ungenau gefasst, sagte Richter Sebastian Kühn, nachdem er eine 52-jährige Angeklagte freigesprochen hatte. Die Frau war von ihrer Tochter angezeigt worden und musste sich daher vor dem Kemptener Amtsgericht verantworten. „Die Rechtssprechung stellt hier hohe Anforderungen“, erklärte Kühn. Und im vorliegenden Fall seien die Voraussetzungen nicht ausreichend erfüllt. Knackpunkt war, dass die Tochter ihrer Mutter nicht klar gesagt hatte, keinen Kontakt mehr zu wollen.

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