Ärger um Baustelle

Anwohnern stinkt der Staub

Bei den Möbelhäusern am Haslacher Berg hat die Sicherung des Hangs viel Staub aufgewirbelt. Das große Bohrgerät wurde mittlerweile abtransportiert. Die Verantwortlichen wollen so schnell wie möglich zum Abschluss kommen.

Bei den Möbelhäusern am Haslacher Berg hat die Sicherung des Hangs viel Staub aufgewirbelt. Das große Bohrgerät wurde mittlerweile abtransportiert. Die Verantwortlichen wollen so schnell wie möglich zum Abschluss kommen.

Bild: Ralf Lienert

Bei den Möbelhäusern am Haslacher Berg hat die Sicherung des Hangs viel Staub aufgewirbelt. Das große Bohrgerät wurde mittlerweile abtransportiert. Die Verantwortlichen wollen so schnell wie möglich zum Abschluss kommen.

Bild: Ralf Lienert

Bei Bohrungen am Haslacher Berg vermuten Betroffene Verstöße gegen den Immissionsschutz. Möbelhaus weist dies zurück. Was die Bauaufsicht festgestellt hat.
02.10.2020 | Stand: 11:30 Uhr

Arg strapaziert sind die Geduldsfäden von Anwohnern in der Zugspitzstraße. Über Monate wurde in der Anlieferzone von Mömax und XXXLutz weit in die Tiefe gebohrt, um den Hang zu sichern. Und dabei sei es nicht immer rechtmäßig zugegangen. Verstöße gegen das Immissionsschutzgesetz, lautet ein Vorwurf. Den weisen die Verantwortlichen zurück. Kleiner Trost für die Betroffenen: Das Gröbste scheint nun überstanden.

Vor allem die Staubentwicklung kritisieren die Anwohner. Erst auf Beschwerden hin sei versucht worden, mit Wasser die Partikel zu binden. „Aber das geschah auch nicht immer“, heißt es von Mitgliedern des Verwaltungsbeirats der Hochhäuser in der Zugspitzstraße. Sie vermissten ein Eingreifen der städtischen Bauaufsicht.

Massiver Fels im Untergrund

Am Mittwoch war nun letzter Arbeitstag für das Großgerät auf der Baustelle. Im Bereich des Ladehofs des Einrichtungshauses wurden Spezialtiefbauarbeiten durchgeführt, erklärt Markus Gutsmiedl aus der Mömax-Zentrale in Würzburg. Unter anderem seien Bohrpfeiler in das Erdreich eingebracht worden, um die Gebäude auf Dauer vor Hangdruck zu bewahren. Allerdings habe sich herausgestellt, dass das Felsgestein noch fester ist, als ohnehin erwartet. Verzögerungen waren die Folge. Geplant war der Abschluss der Arbeiten ursprünglich für Mitte August.

Die Zerkleinerung des Materials erzeugte große Mengen an Staub. „Selbstredend unternehmen wir unser Bestmögliches, um den Staub so gut es geht zu binden“, versichert Gutsmiedl. Die Belange der Anwohner nehme man ernst. Zur Begrenzung der Lärmbelästigung habe man beispielsweise die gesetzlichen Zeitvorgaben nicht ausgeschöpft. Auch der Warenumschlag der Möbelhäuser sei extra reduziert worden.

Mehrfach Kontrollen vor Ort

Die Bauaufsicht nehme regelmäßig Einsicht vor Ort, heißt es auf Anfrage bei der Stadt. Zu Beginn erfolgte demnach eine tägliche Kontrolle, mittlerweile mindestens eine pro Woche. „Dabei wurde mehrfach festgestellt, dass eine Wässerung zur Vorbeugung gegen Staubentwicklung erfolgt ist.“ Einer Beschwerde von Anwohnern am 23. September sei das Bauordnungsamt am gleichen Tag nachgegangen. Zwei Tage später sei eine erneute Kontrolle erfolgt. „Allerdings bitten wir um Verständnis, dass die Bauaufsichtsbehörde nicht dauerhaft vor Ort sein kann.“

Nun versichern die Bauherren, dass die Arbeiten sorgfältig, und gleichzeitig so schnell wie möglich beendet werden. Die vielfach kritisierte Bepflanzung der Fassade wird mit einem automatischen Bewässerungssystem ausgestattet.