Igel auf Futtersuche

Wie alt werden Igel? Das hängt auch von der Fahrweise der Autofahrer ab

Trotz kühler werdenden Temperaturen ein heißes Pflaster für Igel. Oft überleben die stacheligen Vierbeiner eine Straßenüberquerung nicht.

Trotz kühler werdenden Temperaturen ein heißes Pflaster für Igel. Oft überleben die stacheligen Vierbeiner eine Straßenüberquerung nicht.

Bild: Alex Stemmer - stock.adobe.com

Trotz kühler werdenden Temperaturen ein heißes Pflaster für Igel. Oft überleben die stacheligen Vierbeiner eine Straßenüberquerung nicht.

Bild: Alex Stemmer - stock.adobe.com

Es ist Herbst. Auch im Allgäu bedeutet das für Igel: Zeit für Futtersuche. Leider fallen sie dabei oftmals Autofahrern zum Opfer. Tipps für Verkehrsteilnehmer.
08.10.2021 | Stand: 11:00 Uhr

Rund, stachelig und doch kein Kaktus: Das sind Igel. Im Herbst gehen die kleinen Vierbeiner auf Futtersuche, um für die kargen Wintermonate in ihrem Unterschlupf gewappnet zu sein. Dabei sind die stacheligen Säuger emsig unterwegs - und müssen auch das ein oder andere Mal über den Asphalt der Allgäuer Straßen.

Vorausschauendes Fahren rettet Igel-Leben

Leider geraten sie dabei immer wieder unter die Räder der zahlreichen Autos. Mit ein paar Tipps kann allerdings das ein oder andere Igel-Leben gerettet werden.

Polizeihauptkommissar Dominic Geißler vom Polizeipräsidium Schwaben rät: „Grundsätzlich gilt natürlich: Ein vorausschauendes und gefahrenbewusstes Fahren ist besonders wichtig.“ Das gelte natürlich immer und überall. Außerdem bestünde vor allem während der Morgen- und Abenddämmerung, und in der Nacht das größte Risiko, da die Tiere dann am aktivsten sind. Gerade in diese Spanne müssen Autofahrer besonders Obacht geben.

Igel flüchten nicht vor Gefahren: Als Schutzmechanismus rollen sie sich zusammen.
Igel flüchten nicht vor Gefahren: Als Schutzmechanismus rollen sie sich zusammen.
Bild: Heinz Ehrsam/BUND Naturschutz

Unnötiges Risiko vermeiden: Vorsicht auf den Straßen

Doch manchmal reicht alles vorausschauende Fahren nicht mehr aus. Können Autofahrer nicht rechtzeitig ausweichen, gelte es, riskante Ausweichmanöver zu vermeiden. „Vollbremsungen und ein unkontrolliertes Ausbrechen können zu einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer führen“, sagt Geißler. „Da steht - so hart das auch klingt - die Verkehrssicherheit eines Menschen über dem Schicksal des Tieres.“

Besonders im Herbst sind Igel aktiv

Gerade in den Herbstmonaten, bevor die Igel Winterschlaf halten, kommt es dabei vermehrt zu Unfällen, in die die kleinen Tierchen verwickelt sind. Zumindest sei dies der Eindruck des Hauptkommissars. Eine Statistik, in der Unfälle mit den Kleintieren erfasst sind, führt weder die Polizei noch der ADAC.

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